Keine spezielle Förderung von Biokunststoff

Eine parlamentarische Anfrage beschäftigte sich mit Flaschen aus kompostierbarem Kunststoff.

Anfang Januar wollte der DP-Abgeordnete Gusty Graas von der Umweltministerin Carole Dieschbourg wissen, was sie von Biokunststoff hält. Konkret ging es ihm um eine französische Start-up-Firma, die Flaschen aus biologischen Abfällen herstellt. Nun hat die Ministerin ihm geantwortet: Kompostierbarer Biokunststoff sei ihr durchaus bekannt, es gäbe aber einige Probleme mit solchen Verpackungen.

Einerseits könnten kompostierbare Plastikflaschen dazu führen, dass mehr Müll im öffentlichen Raum oder in der Natur landet – das sogenannte „Littering“ wird auch in Luxemburg immer mehr zum Problem. Ein anderer Faktor ist die Zeit, die ein Biokunststoff braucht, bis er abgebaut ist. mehr lesen / lire plus

Wider den Kunststoffmüll: Kann Plastik bio sein?


Ob Biokunststoffe die Probleme mit dem Plastikmüll lösen können, hängt von vielen Faktoren ab. Über die Unterarten von Bioplastik, die Möglichkeiten für Etikettenschwindel und die Hoffnung auf weniger Umweltverschmutzung.

Auch wenn bio draufsteht, ist was anderes drin: schwer oder gar nicht biologisch abbaubare Substanzen. (Wikimedia/Christian Gahle, 
nova-Institut GmbH/CC BY-SA 3.0)

Plastik steht für Probleme. Zu seiner Herstellung benötigt man fossile Rohstoffe, die nicht mehr erneuert werden können. Außerdem gestalten sich Wiederverwertung und Entsorgung nicht so einfach, wie man annehmen könnte. Zwar gibt es Alternativen, doch sind diese weniger praktisch und effizient. Deshalb beschäftigen sich derzeit viele Forscher mit der Entwicklung von Biokunststoff. mehr lesen / lire plus