Datenschrubber

Im November 2018 hat Premier- und Digitalisierungsminister Xavier Bettel ein „DDos-Scrubbing-Zentrum“ für Luxemburg angekündigt. Damit soll es möglich werden, bestimmte digitale Attacken abzuwehren. Die Antwort auf eine parlamentarische Anfrage zeigt, dass die Details noch recht unklar sind.

Im Falle einer DDos-Attacke ist die Arbeit im Datenzentrum wohl weniger entspannt. Foto: CC-BY-SA Leonardo Rizzi

„Gemeinsam mit dem LU-CIX wird Luxemburg ein nationales DDos-Scrubbing-Zentrum aufbauen, um uns signifikante Kapazitäten für den Schutz essenzieller Internet-Infrastrukturen zu geben. Das ist Plan unseres Cyber-Notfallplans“, twittere Xavier Bettel am 13. November 2018. Er fasste damit seine Ankündigung bei den „Luxembourg Internet Days“ zusammen. Was nach reichlich Cyber-Buchstabensalat klingt, ist für den IT-Standort Luxemburg nicht uninteressant. mehr lesen / lire plus

Feinstaubfeuerwerk

Feinstaub ist gesundheitsschädlich und kann Krebs auslösen – in der Debatte um Feuerwerksverbote kommt er aber eher selten vor.

Die woxx hatte es schon beim letzten Jahreswechsel thematisiert: Feuerwerk bedeutet auch immer eine höhere Feinstaubbelastung. Und mit der gleichen Regelmäßigkeit, mit der Raclette und „Dinner for One“ wiederkommen, entflammen auch jedes Jahr zum Jahresende Diskussionen über ein Feuerwerksverbot. Im Fokus steht meistens das Tierwohl (von Haustieren), die gesundheitlichen Auswirkungen des Feinstaubs, der von der Böllerei ausgeht, eher weniger.

Dabei werden im Nachbarland Deutschland rund 5.000 Tonnen PM10 (Feinstaub in der Größe zwischen 2,5 und 10 Mikrometer) in der Silvesternacht freigesetzt, was laut dem Umweltbundesamt 17 Prozent dessen entspricht, was der Straßenverkehr dort jedes Jahr produziert. mehr lesen / lire plus

Gilets jaunes : Au cœur de la machine

Annoncés sur les réseaux sociaux et repérés par quelques confrères de la presse, les gilets jaunes ont donc fait leur première apparition au Luxembourg ce lundi. Le woxx est allé à leur rencontre.

Sous la grisaille du ciel qui ne trouve son égale que dans celle des bâtiments qu’égrène l’avenue Kennedy au Kirchberg, difficile d’identifier les gilets jaunes français partis à l’assaut du grand-duché ce lundi matin. Car des personnes portant des gilets, on en voit à tous les coins de rue dans ce quartier qui depuis des décennies produit chantier sur chantier – croissance et prépondérance des promoteurs immobiliers dans la politique locale obligent. mehr lesen / lire plus

Bonne année rythmée !

Le premier concert de l’année 2019 à la Philharmonie aura été marqué par la profusion rythmique. Retour sur la prestation du Bundesjugendorchester, conduit par Kirill Petrenko et accompagnant les timbales de Wieland Welzel.

Kirill Petrenko (Photos : Alfonso Salgueiro)

Pour ses 50 ans, l’Orchestre des jeunes de la République fédérale d’Allemagne s’est offert une jolie tournée de début d’année, qui lui permettra entre autres d’effectuer sa première apparition dans la toute récente Elbphilharmonie de Hambourg. Mais le début de la tournée passe par le Luxembourg, et déjà un succès du point de vue de l’audience : ce 6 janvier, quelques mélomanes disposent de billets à revendre, mais la caisse du soir n’a plus guère qu’une poignée de places isolées dans les tours à proposer. mehr lesen / lire plus

Lifestyle : « Iconic vintage »

Au Grand Hôtel Cravat, le temps semble s’être arrêté. Dans son bar à cocktails des années 1950, Carlo Cravat, gérant de la vieille école, évoque l’histoire et l’avenir de cette maison de tradition.

Le Grand Hôtel Cravat, boulevard Roosevelt. (Photo : Google Maps)

woxx : Comment se porte l’hôtel aujourd’hui ?


Carlo Cravat : Cela fait quatre ans que nous n’avons plus de restaurants : le Normandy et la brasserie. Depuis, je m’occupe davantage de l’hôtel, qui va mieux, beaucoup mieux même. Entre autres parce que nous avons désormais un beau marché de Noël pour lequel des gens viennent exprès à Luxembourg, ce qui n’était pas le cas autrefois, où parfois le taux d’occupation autour de Noël ne dépassait pas les trois ou quatre chambres. mehr lesen / lire plus

Mexiko: Nur das Beste für sein Volk

Mexikos Präsident López Obrador hat weitreichende soziale Reformen seines Landes im Sinn. Die demokratische Legitimation seiner Politik hat für ihn allerdings keine Priorität.

Für einen Kapitalismus in sozialen Bahnen: Seit Anfang Dezember vergangenen Jahres ist Andrés Manuel López Obrador Mexikos Präsident. (Foto: EPA-EFE/Sashenka Gutierrez)

Er kniete vor einer indigenen Delegation nieder, ließ sich von den Ureinwohnern einen Kommandostab übergeben, versprach Arbeitsplätze, mehr Universitäten und Renten für alle. Und er kündigte das Ende des Neoliberalismus, der Korruption und der Straflosigkeit an. Zwei Stunden lang legte der neue mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador am 1. Dezember im Zentrum der Hauptstadt sein Regierungsprojekt dar. mehr lesen / lire plus

Ungarn: Illiberal per Gesetz

In Ungarn treibt Viktor Orbán mit neuen Gesetzen den Umbau zur „illiberalen Demokratie“ voran. Proteste gibt es allerdings fast nur gegen das Arbeitszeitgesetz, gegen das im vergangenen Monat Tausende Menschen auf die Straße gegangen sind.

Kritik an der Sozialpolitik, nicht am Ethnonationalismus der Regierung: Demonstration vor dem ungarischen Parlament am 14. Dezember 2018 in Budapest. (Foto: EPA-EFE/Zoltan Balogh Hungary Out)

Es waren die größten Proteste in Ungarn seit Jahren. Tausende demonstrierten im Dezember gegen die von ihren Kritikerinnen und Kritikern als „Sklavengesetz“ bezeichnete Reform des Arbeitsgesetzes. Sie war am 12. Dezember vom ungarischen Parlament mit der Zweidrittelmehrheit der regierenden Parteien verabschiedet worden. mehr lesen / lire plus

Peter Segal : Second Act

Le woxx continue son exploration des films de Noël et du Nouvel An, puisqu’il reste encore un week-end pour en profiter. Et le blockbuster-avec-star-obligée hollywoodien de cette période entre les années n’est pas si mal, grâce à une Jennifer Lopez en grande forme.

Si la superproduction hollywoodienne de Noël l’année dernière était carrément tire-larmes et servie piètrement par un Will Smith (dans « Collateral Beauty ») plutôt terne, on a droit cette année à un « film de filles » certes vite oublié, mais au scénario (un rien) plus solide. Et puis on retrouve Jennifer Lopez qui, loin de son image glamour, assure dans un rôle de femme quarantenaire embarquée malgré elle dans une aventure professionnelle en montagnes russes. mehr lesen / lire plus

Verbot kostenfreier Plastiktüten: Nicht schlecht, aber …

Neues Jahr, neues Glück: In Sachen Plastikvermeidung könnte das 2019 hinhauen. Mit dem Inkrafttreten des Verbots, kostenfrei Plastiktüten zu verteilen, wagt Luxemburg einen Schritt in die richtige Richtung. Nur lässt die Regierung der Kundschaft noch zu viel Spielraum.

Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur

Wird was lange währte nun endlich gut? So in etwa. Seit dem 31. Dezember 2018 ist es Läden in Luxemburg offiziell untersagt, Plastiktüten mit einer Dichte von mehr als 15 Mikrometern kostenfrei anzubieten. Gegen Bezahlung sind sie weiterhin erhältlich, solange der Vorrat reicht. Wer gegen das Gesetz verstößt, wird zur Kasse gebeten und riskiert eine Geldstrafe zwischen 50 und 1.000 Euro. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #029 – Algorithmen mat Viruerteeler

All Woch bidd d’woxx Iech an hirem Podcast een Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

No enger klenger Paus iwwert Feierdeeg ass d’woxx am néie Joer erëm do. Net nëmme mat enger Print-Editioun, mä och mat engem Podcast. Nieft engem Iwwerbléck iwwert déi aktuell Nummer schwätzen de Luc Caregari an de Joël Adami mir dës Woch iwwert de Phänome vum algorithmic bias, also Algorithmen, an deenen sech Viruerteeler verstoppen. Et gëtt erklärt, wéi dat zustane kënnt a wisou grad Machine Learning dovunner betraff ass. Nieft e puer Beispiller wéi deem vun Amazon, déi hirt Astellungsverfaaren duerch kënschtlech Intelligenz méi séier maachen wollten oder dem éisterräicheschen Arbeitsamt, kucke mir, wat dat fir déi  lëtzebuergesch Digitaliséierungsstrategie bedeit. mehr lesen / lire plus

Nochmal von vorne

Anja Di Bartolemo beobachtet und beschreibt in ihrem letzten Buch den Farbwechsel der Chamäleons. Ob sie mit dem gleichnamigen Kurzgeschichten-Band überzeugt? Jein.

Op der Lay

An irgendwas fehlt es den Geschichten, die Anja Di Bartolomeo in „Chamäleons“ erzählt. Was genau, das wird erst auf den letzten 14 Seiten des Buches deutlich. Der Rest gleicht mehr der Aneinanderreihung klischeehafter Charaktere, in deren Leben es früher oder später zum „plot twist“ kommt. Sie sind Chamäleons, die sich an ihre Umgebung anpassen bis ihnen die Farbe ausgeht.

Es gibt den ausrangierten Bürohengst, den Krisenmanager kurz vorm Burn-out, den erfolgsgeilen Anwalt, die Journalistin auf der Suche nach der besten Coverstory – alles Menschen, die auf dem Karussell der Arbeitswelt festsitzen, das sich ohne Rücksicht auf Verluste dreht und dreht und dreht bis eine*r runterfällt. mehr lesen / lire plus

Netzpolitik: Algorithmen mit Vorurteilen

Über die Gefahr von vermeintlich neutralen Computern, die in wichtige Entscheidungsprozesse eingreifen.

Bunte Lichtinstallationen sind ein Teil der Hacker*innenkonferenz 35C3 gewesen – Vorträge über die Gefahren von Algorithmic Bias ein anderer. (Foto: Yves Sorge)

Algorithmen, die Dinge für uns sortieren, sind allgegenwärtig, zum Beispiel auf sozialen Netzwerken. Ob es wirklich sinnvoll ist, dass die Neujahrswünsche der Tante zum dritten Mal in der eigenen Facebook-Timeline auftauchen, weil sie so viele „Likes“ haben, darüber machen sich wohl die wenigsten Gedanken. Als die automatische Gesichtserkennung von Google, die dazu gedacht ist, Fotos besser ordnen zu können, schwarze Menschen als „Gorillas“ bezeichnete, gab es jedoch völlig zurecht einen Aufschrei. mehr lesen / lire plus

Revis : Le meilleur des mondes possibles

Que l’ancienne législation sur le RMG était défaillante est un fait connu – pourtant, le Revis réformé en conserve des tares au détriment des personnes les plus précaires, ce qui ne semble pas gêner la ministre de la Famille.

Photo : Wikipédia

Pour bien saisir ce qui se passe, il faut revenir un peu en arrière et quitter temporairement la thématique. Le 19 décembre, l’ancien et nouveau premier ministre luxembourgeois Xavier Bettel donne une interview sur la radio publique 100,7 dans laquelle il prononce cette phrase plutôt surprenante : « Le storytelling est toujours correct » – une phrase que les journalistes ont mise en exergue, et pas pour rien. mehr lesen / lire plus

Scheidung: Rosenkrieg mit Langzeit
folgen

Anwaltskosten, Streit ums Sorgerecht, Hausverkauf: Eine Scheidung kann schnell zum erbitterten Kleinkrieg eskalieren. Welche dauerhaften Konsequenzen das auf die Gesundheit junger Erwachsener hat, untersucht die Wissenschaftlerin Violetta Schaan.

Eine konfliktreiche Scheidung kann kindliche Traumata auslösen, die die Gesundheit junger Erwachsener beeinträchtigt. (Foto: Pixabay)

woxx: Frau Schaan, Sie haben an vier Studien mitgewirkt, die sich mit den Langzeitkonsequenzen elterlicher Scheidung für die Gesundheit im jungen Erwachsenenalter auseinandersetzen. Im Dezember 2018 haben Sie die aktuellen Ergebnisse an der Universität Luxemburg vorgestellt. Was sind Aspekte, die so zuvor noch nicht untersucht wurden?


Violetta Schaan: Es gibt wenige Studien, die sich mit den Folgen der elterlichen Scheidung für die Gesundheit junger Erwachsener beschäftigen. mehr lesen / lire plus

Forum 391: Religion und Menschenrechte

Mit Menschenrechten werden Religionen gemeinhin weniger in Verbindung gebracht. Immer wieder lodern, wie zuletzt im Gewand des Islamischen Staats, die Flammen des religiösen Fundamentalismus auf und fordern neue Opfer – als sei die Religionsgeschichte nicht sowieso schon blutdurchtränkt genug. Aber auch der Missbrauch durch katholische Geistliche hat die Kirche und den von ihr erhobenen moralischen Anspruch auf die Probe gestellt. Für viele ist Religion immer noch Synonym für Manipulation und Gefahr. Sie mit den Menschenrechten in Verbindung zu bringen scheint abwegig. Trotzdem geht Forum in seiner neuesten Ausgabe genau dieser Frage nach. Als „kleine Einführung in die Wertevorstellungen der großen Religionen“ möchte die Redaktion dann auch ihr Dossier verstanden wissen. mehr lesen / lire plus

Unel stellt neue Spitze vor

Die Studierenden- und Schüler*innenorganisation Unel hat Ende letzten Jahres im Rahmen ihres jährlichen Kongresses ein neues Koordinationsteam gewählt und anschließend vorgestellt. 2019 werden demnach Vicky Reichling als Sprecherin, Sophie Née als Sekretärin und Estelle Née als Schatzmeisterin die Arbeit der Unel koordinieren. Die Organisation will nicht mehr in Arbeitsgruppen, sondern an konkreten Projekten arbeiten, zum Beispiel zur Frage der Praktika – die neue Gesetzgebung in dem Bereich beschäftigt die Studierenden ja schon länger. Außerdem will sich die Unel intensiver mit dem neuen Schulfach „Vie et Société“ und der Wohnraumproblematik beschäftigen. Auf dem internationalen Parkett vertritt die Unel die luxemburgischen Studierenden bei der Esu und die Schüler*innen bei der Obessu, beides europäische Dachorganisationen. mehr lesen / lire plus

Sexuelle Gesundheit: Änderungen geplant

Das Planning Familial zeigt sich erfreut über die Vorhaben, die die Regierung bezüglich affektiver und sexueller Gesundheit im Koalitionsprogramm festgehalten hat. Es sei das erste Mal, dass in einem Koalitionsprogramm sowohl von der sexuellen als auch der affektiven Gesundheit die Rede sei, heißt es in einem Schreiben. Das Planning freut sich, dass entsprechende Kurse in die Ausbildung von Erzieher*innen integriert werden sollen, und hofft, dass es sich dabei um Pflicht- und nicht etwa um Optionsfächer handeln wird. Auch die geplante Sensibilisierung für LGBTIQ-Aspekte sowie die (seit 2016 geforderte) Reduktion der Besteuerung von Hygieneprodukten von 17 auf drei Prozent werden vom Zentrum begrüßt. mehr lesen / lire plus

Musique classique : « C’est un sport de haut niveau »

« Les femmes, mon amour ! », c’est le nom du programme que proposent la chanteuse lyrique Claudia Moulin, le baryton Vladimir Kapshuk et le pianiste Grégory Moulin. Le woxx s’est entretenu avec la soprano luxembourgeoise.

Chanteuse lyrique par passion : Claudia Moulin.

woxx : Vous êtes chanteuse lyrique, comment définissez-vous cette profession ?


Claudia Moulin : En fait, je suis chanteuse et lyrique. Je travaille le répertoire lyrique, donc non amplifié. La voix est faite pour se passer d’un orchestre et peut fonctionner seule – par opposition à tout ce qui est variété, où la plupart du temps on utilise un micro. mehr lesen / lire plus

Italie : La guerre contre la presse franchit une nouvelle étape

Le budget italien confirmé fin décembre 2018 prévoit un désengagement croissant de l’État dans le financement de la presse – un acte en accord avec les tendances fascistes du gouvernement en place.

Déjà malmenés par des décennies de berlusconisme – notamment par la dominance de l’empire Mediaset dans le domaine audiovisuel –, les médias italiens viennent d’encaisser un nouveau coup. Le nouveau budget du gouvernement Conte et Salvini (qui réunit les populistes des Cinque Stelle et les fascistes de la Lega) prévoit en effet une réduction progressive des subventions directes devant préserver la pluralité des médias, comme le note la plateforme pour la protection du journalisme et la sécurité des journalistes mise en place entre autres par le Conseil de l’Europe. mehr lesen / lire plus

Ludovic Bernard : Au bout des doigts

Les semaines qui marquent le passage à la nouvelle année sont souvent l’occasion de sorties de films familiaux et pleins de bons sentiments. « Au bout des doigts » n’est pas une exception.

C’est un conte (de Noël, période oblige) classique, au fond, que celui du jeune de banlieue qui trouve sa voie hors de la délinquance par une activité artistique. On a même envie d’y croire, d’autant que le jeune Jules Benchetrit ne s’en sort pas mal et que la musique originale un rien banale est rehaussée par Bach, Brahms ou Rachmaninov.

C’est d’ailleurs le Deuxième Concerto pour piano de ce dernier qui est mis en valeur, puisque le protagoniste le travaille pour un grand concours international. mehr lesen / lire plus