Spannender Debütroman: Fragmentarische Annäherung

Zwei kleine Mädchen verschwinden auf der russischen Halbinsel Kamtschatka, aber anstatt eines Krimis macht die amerikanische Autorin Julia Phillips aus diesem Stoff ein sehr präzise geschildertes Kaleidoskop verschiedener Frauenschicksale.

Sorgfalt, die sich ausgezahlt hat: Julia Phillips verbrachte während des Studiums ein Jahr auf Kamtschatka, wo ihr Buch spielt. Zu Recherche-Zwecken kehrte sie noch mehrmals auf die russische Halbinsel zurück. (Foto: © Nina Subin)

Der Anfang von Julia Phillips‘ Roman könnte aus einem Thriller stammen: Die beiden Schwestern Sofija und Aljona werden entführt. Eine Nachbarin hat einen großen Mann in einem dunklen Wagen beobachtet, von dem sich keine Spur mehr findet, obwohl die geografischen Gegebenheiten das Verlassen der Halbinsel sehr schwierig machen. mehr lesen / lire plus

Wahlkampf der deutschen Grünen: Viel Zündstoff

Die Grünen wollen die deutsche Wirtschaft ökologisch modernisieren und entsprechende Technologien fördern. Galt ihre klimapolitische Ausrichtung früher als No-Go, firmiert sie heute als ökonomische Kompetenz.

Die Grünen suchen den Kontakt zu Unternehmen und Wirtschaftsverbänden: Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock auf Visite beim deutschen Turbinenbauer MTU. (Foto: EPA-EFE/Clemens Bilan)

So viel Optimismus ist selten. „Deutschland kann so viel mehr. Diese Dekade kann ein Jahrzehnt des mutigen Machens und des Gelingens werden. Ein Jahrzehnt des Modernisierens“, schwelgte die Co-Vorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock, als sie Ende März mit Robert Habeck den Entwurf des Wahlprogramms ihrer Partei vorstellte. „Deutschland. Alles drin“, lautet das Motto des Programms, das Mitte Juni von den Delegierten der Partei endgültig beschlossen werden soll. mehr lesen / lire plus

Space Resources Week : Au-dessus des lois ?

Pour accélérer les programmes spatiaux occidentaux, on a encouragé le secteur privé à s’impliquer. Lors de la Space Resources Week, celui-ci a rappelé que pour attirer des capitaux, il faudra un cadre légal assurant la rentabilité.

En 1969, malgré les apparences, les intentions étaient pacifiques, comme le souligne le rameau d’olivier entre les griffes de l’aigle américain. Qu’en sera-t-il en 2024 pour Artemis ? (Illustration : NASA/PD)

Il y a Ginny, l’hélicoptère. Bien sûr, il a d’abord fallu expliquer pourquoi le faire voler sur la planète Mars ne va pas de soi – la moindre densité atmosphérique. Mais désormais, le monde entier s’émerveille des prouesses technologiques de la mission Mars de la Nasa. mehr lesen / lire plus

Finances publiques : Stabilité relative

Le débat sur les perspectives économiques et financières à moyen terme n’a pas eu lieu.

Personne ne le contestera : depuis qu’il a accédé au poste de ministre des Finances, Pierre Gramegna a su développer ses capacités rhétoriques. À la fin du très long débat sur le « programme de stabilité et de croissance (PSC), le programme national de réforme (PNR) et le plan pour la reprise et la résilience (PRR) » ce jeudi matin, il a ainsi utilisé l’astuce consistant à ne pas répondre directement aux questions que les différent-e-s député-e-s lui avaient posées, mais à lister dans sa réplique un certain nombre de questions qu’il s’est posées lui-même et auxquelles il s’apprêtait à répondre. mehr lesen / lire plus

Umfrage zur künstlichen Intelligenz: Kein Vertrauen in den Computer

Laut einer Studie sind die Einwohner*innen Luxemburgs sehr skeptisch, was Künstliche Intelligenz angeht, trotzdem sehen jedoch viele potenzielle Einsatzgebiete.

Wird KI ausrangiert? Trotz wenig Vertrauen sehen die Befragten der Liser-Studie viele Einsatzmöglichkeiten für künstliche Intelligenz. (Foto: z yu/unsplash)

In einer groß angelegten Studie wollte die Luxemburger Regierung herausfinden, wie die Bevölkerung zur Künstlichen Intelligenz (KI) steht. Die Resultate präsentierte Premierminister Xavier Bettel am Mittwoch der Presse, seitdem ist auch die Analyse des Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (Liser) öffentlich verfügbar. Die Untersuchung überrascht auf den ersten Blick, sie beginnt nämlich mit einer Bestandsaufnahme der Geräte und Anwendungen, die die Befragten nutzen. mehr lesen / lire plus

Kinderschutz: Wenn Lehrkräfte Grenzen überschreiten

Wird zurzeit ausreichend gegen Machtmissbrauch durch Lehrkräfte getan? Diese Frage stellt sich seit dem Belästigungsfall im LCD umso dringender. Zusätzliche Maßnahmen werden aktuell zwar diskutiert, ihre Umsetzung lässt jedoch auf sich warten.

Grenzüberschreitungen durch Lehrkräfte können von unangenehmen Bemerkungen bis hin zu sexualisierter Gewalt reichen. (Mohamed Hassan/pixabay)

Der Fall um einen Lehrer im Diekircher Gymnasium (LCD), der bereits vor acht Jahren Schüler*innen belästigt haben soll und erst kürzlich suspendiert wurde, wirft Fragen auf: Wie konnte es dazu kommen? Wird zurzeit das Nötige getan, um Missbrauch durch Lehrkräfte vorzubeugen? Gibt es für Betroffene angemessene Anlaufstellen?

Mit solchen und ähnlichen Fragen richteten sich letzte Woche zwei ehemalige LCD-Schülerinnen an das Bildungsministerium sowie die Direktion des LCD. mehr lesen / lire plus

Betreuungsstrukturen für Senior*innen: Menschenrechte altern nicht

Seit Februar 2020 liegt ein neuer Gesetzesentwurf zu den Betreuungs-
strukturen für Senior*innen in Luxemburg vor. Die Commission consultative des droits de l’homme präsentierte nun ihr Gutachten, das vor allem die Menschenrechte in den Blick fasst. Wird der Entwurf nicht überarbeitet, kommen die in vielerlei Hinsicht zu kurz.

Durch die Corona-Krise wurden für Senior*innen in Betreuungsstrukturen sowie für deren Personal neue ethische Fragen zu Schutz, Lebensfreude und Menschenrechten aufgeworfen. (Foto: CC BY Sascha Kohlmann SA 2.0)

„Sie sind unheimlich vorsichtig“, schrieb ein Journalist letzte Woche in den Chat zur Zoom-Pressekonferenz der Commission consultative des droits de l’homme (CCDH). Die CCDH präsentierte dort ihr Gutachten zur Überarbeitung der „Loi portant sur la qualité des services pour personnes âgées“. mehr lesen / lire plus

Globale Impfstoffverteilung: Umsonst ist nur der Tod

Wie erwartet, hat der globale Süden bei der Impfstoffverteilung das Nachsehen. Das schafft Spielraum für geopolitische Manöver.

Demonstration vor einem Werk des Impfstoffherstellers Johnson & Johnson im südafrikanischen Kapstadt: Die Koalition „People’s Vaccine Campaign of South Africa“ (PVC-SA) fordert von dem Unternehmen, den Patentschutz für sein Covid-19-Vakzin aufzuheben. PVC-SA verlangt außerdem einen fairen und gleichberechtigten Zugang zu Vakzinen und wirft den westlichen Industrienationen „Impfstoffimperialismus“ vor. (Foto: EPA-EFE/Nic Bothma)

„Jenseits von herzzerreißend“ – mit diesen Worten hat der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, die Situation in Indien charakterisiert. In dem südasiatischen Land mit einer Bevölkerung von knapp 1,4 Milliarden Menschen sieht man sich derzeit mit weit über 300.000 Corona-Neuinfektionen täglich konfrontiert. mehr lesen / lire plus

Devoir de diligence : Sur orbite

L’étude sur l’opportunité de légiférer pour un devoir de diligence des entreprises au Luxembourg vient de paraître et lance un nouveau round de négociations entre gouvernement, entreprises et société civile.

Jusqu’ici l’engagement de la société civile semble avoir payé – reste à savoir ce qu’il adviendra de l’étude et quelles conséquences en tirera la politique. (Photos : Initiative pour un devoir de vigilance)

C’est un peu comme la loi de la gravité appliquée au journalisme : plus un sujet est sensible, plus les interlocutrices et interlocuteurs veulent rester dans le off. Le dossier du devoir de diligence est explosif en ce qu’il pourrait potentiellement amener un changement de poids dans le business model luxembourgeois. mehr lesen / lire plus

Participation politique : trois ONG accusent

Six ans après le référendum perdu avec fracas par le gouvernement, la participation des résident-e-s non luxembourgeois-e-s au processus démocratique reste un fer aussi chaud que rares sont les politicien-ne-s à vouloir le déterrer. C’est pourquoi l’initiative de la société civile en cette matière est (re)devenue la seule façon d’avancer. L’Asti, le Cefis et le Clae viennent de se mettre ensemble pour revendiquer des améliorations au moins au niveau communal. Et avancent un exemple pas trop suivi dans les médias : le référendum sur la construction d’une nouvelle mairie qui a eu lieu dans la commune de Sandweiler dimanche dernier, où nombre de résident-e-s étrangers-ères non encore inscrit-e-s sur les listes électorales n’ont pas pu s’exprimer, car le délai d’inscription et la convocation au vote ne le permettaient pas. mehr lesen / lire plus

Hassrede: Vor allem Jugendliche werden sensibilisiert

Die Zahl der gemeldeten Fälle von Hate Speech im Netz steigt weiter an. Das geht aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage an Justizministerin Sam Tanson (déi Gréng) und Bildungsminister Claude Meisch (DP) hervor. Die Abgeordneten Carole Hartmann und Claude Lamberty (beide DP) hatten sich nach statistischen Entwicklungen, Anlaufstellen und Präventionsmaßnahmen gegen Hassrede im Internet erkundigt. Wie Tanson und Meisch erklären, habe die staatliche Initiative Bee Secure 2016 mit einer Kampagne auf eine starke Zunahme des Phänomens reagiert, die infolge der Flüchtlingsbewegungen seit 2015 beobachtet wurde. Die Zahlen deuten laut den Regierungsvertreter*innen darauf hin, dass die Initiative Wirkung zeigte: In den darauffolgenden Jahren wurden deutlich weniger Fälle gemeldet. mehr lesen / lire plus

Jazz : Lévitations globales

Le printemps n’est pas uniquement le temps de la renaissance, mais apporte aussi son lot de nouveautés : voici donc Tele-Port ! un quatuor de jazz né de la scène luxembourgeoise avec un apport russo-anglais non négligeable.

Tele-Port ! – un nouveau distillat de jazz européen est venu pour vous convier à un voyage immobile. (© Tele-Port !)

Le nom peut tromper : en associant la téléportation et la musique, on s’imagine aisément une aventure psychédéliquement progressive avec des plages musicales improvisées dépassant toutes les 20 minutes d’enregistrement. Mais pour ce Tele-Port !-ci, ce n’est pas le cas. Plutôt que de faire une grande soupe musicale, les quatre musiciens se voient plutôt comme distillateurs et choisissent avec soin des éléments sortis des traditions européenne, étasunienne et orientale, comme ils le précisent dans leur communiqué de presse : « On pourrait imaginer [la musique du groupe] comme une créature sonore avec une tête européenne, des pieds américains et un billet d’avion qui commence le voyage pour retrouver son corps toujours changeant. mehr lesen / lire plus

Photographie : Le cœur à Lhassa

Sous le titre « Tibet, 60 ans d’exil », l’ONG Les Amis du Tibet Luxembourg propose une exposition virtuelle sur la population tibétaine installée en Inde. Les douze clichés agrémentés de textes célèbrent le refus de perdre tout espoir de retour.

« Gelek Wangmo – la nonne doctorante », une des photos de l’exposition. (Photo : Tsering Topgyal)

Celles et ceux qui figurent sur les photographies de l’exposition sont maquilleuse, rappeur, médecin, infirmière, tatoueuse ou lycéenne. Leur point commun ? De Dharamsala à New Delhi, ils et elles représentent la communauté tibétaine en exil en Inde, toutes générations confondues. L’exode tibétain commence en mars 1959, après la révolte contre la Chine. mehr lesen / lire plus

Auf Netflix: If Anything Happens I Love You

Mit simplen Animationen und ohne Dialog fängt der Kurzfilm von Will McCormack und Michael Govier den Alltag und die Erinnerungen von zwei trauernden Menschen ein. Am Sonntag wurde die beiden dafür mit einem Academy Award ausgezeichnet.

Die Trauer um ihr Kind eint und trennt die Figuren in „If Anything Happens I Love You“ zugleich. (Foto: Netflix)

„I hated when dudes tried to chase me, but I love it when you try to save me, ‘cause I’m just a lady.“ Wenn im Animationsfilm „If Anything Happens I Love You“ „1950“ von der US-amerikanischen Musikerin King Princess erklingt, wirkt es für einen Moment so, als werde die Geschichte eines lesbisches Mädchens erzählt. mehr lesen / lire plus

Game-Empfehlung: Dorfromantik

Wie „Siedler von Catan“, nur ohne Wettbewerb: Dorfromantik ist das perfekte Videospiel für eine Zeit, in der die Welt aus den Fugen zu geraten scheint.

Ferien auf dem virtuellen Dorf: Dorfromantik besticht durch seine einfache Mechanik, die dennoch Spieltiefe ermöglicht. (Screenshots: woxx/Toukana Interactive)

Ruhige, beinahe schon meditative Musik, das Plätschern eines Bachs, Vogelgezwitscher und eine kleinteilige rurale Landschaft: So präsentiert sich das Videospiel Dorfromantik seinen Spieler*innen schon nach einigen Minuten. Das Prinzip ist leicht erklärt und erinnert ein wenig an das Brettspiel „Siedler von Catan“: Sechseckige virtuelle Spielkärtchen werden nach und nach zu einer Landschaft zusammengelegt. Auf ihnen befinden sich Häuser, Felder, Bäume, Wiesen, Flüsse und Schienen. mehr lesen / lire plus

Toutes et tous uni.e.s dans un même cri – 9/12

Je n’ai pas de bleus au corps mais
des bleus au cœur
qui parlent pour
briser la loi du silence.

Véronique Thiery, femme au foyer

Les textes publiés ont été mis à la disposition du woxx dans le cadre du projet contre les violences faites aux femmes, « Toutes et tous uni.e.s dans un même cri », lancé par Miriam R. Krüger.
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Dans les salles : Promising Young Woman

Photo : Merie Weismiller Wallace/Focus Features

Côté moins, le film laisse planer une dérangeante ambiguïté sur la vengeance féminine après des abus sexuels, au point qu’on se demande quelle peut bien être sa « morale ». Côté plus, une réalisation réussie où les images et la musique se mêlent dans des plans très soignés. Malgré le malaise, le cinéma l’emporte.

L’évaluation du woxx : XX
Tous les horaires sur le site. mehr lesen / lire plus