Veranstaltungsreihe: Lunch Knowledge Shot 

Disneyprinzessinnen, Transidentität und Geschlechterungerechtigkeit – das Cid Fraen an Gender bietet in den nächsten Wochen ein spannendes gendertheoretisches Programm in der Mittagsstunde.

© Cid Fraen an Gender

Studium beziehungsweise Job und intellektuelles Abendprogramm unter einen Hut zu bekommen, ist nicht immer so einfach. Denjenigen, die nach feministischem und gendertheoretischem Gedankenfutter hungern, bietet das Cid Fraen an Gender deshalb in den nächsten Wochen Konferenzen in der Mittagspause an. „Lunch Knowledge Shot“ heißt das Konzept, das morgen um halb eins in den Räumlichkeiten des Cid Fraen an Gender anläuft und bis zum 17. Juli im Wochentakt weitergeführt wird. Auf einen 30-minütigen Vortrag folgt eine ebenso lange Diskussionsrunde mit dem Publikum. mehr lesen / lire plus

Chancengleichheit: Kampfansage an Genderstereotype

Eine Studie der Universität Luxemburg bestätigt, dass geschlechtsbezogene Stereotype gesellschaftlich noch immer dominierend sind. Besonders bei Jungen und Männern besteht Handlungsbedarf.

Genderstereotype werden uns von der frühsten Kindheit an vermittelt.
(© Ben Kerckx/Pixabay)

Am Dienstag präsentierten Mega-Ministerin Taina Bofferding und Universität Luxemburg in Esch Belval die Befunde der Studie „Lëtzstereotype18“, in der das Auftreten geschlechtsbezogener Stereotype bei 14- bis 30-Jährigen analysiert wird. Für die von der Universität Luxemburg und dem Ministerium für die Gleichstellung von Frauen und Männern in Auftrag gegebene Studie wurden insgesamt 396 Personen befragt. Die Studie kommt zu ähnlichen Ergebnissen wie solche aus anderen europäischen Ländern: Junge Frauen lehnen stereotypes Denken stärker ab als es junge Männer tun1. mehr lesen / lire plus

Uni.lu-Forscher*innen unterstützen Klimaproteste

Wissenschaftler*innen der Universität Luxemburg haben am Mittwoch, dem 22. Mai 2019, eine Stellungnahme zur Unterstützung der jugendlichen Klimaproteste veröffentlicht. Über 180 Forscher*innen haben die Erklärung unterzeichnet und sich damit auch den „Scientists for Future“, die im deutschsprachigen Raum die „Fridays for Future“-Bewegungen unterstützen, angeschlossen. Sie geben den streikenden Jugendlichen recht: „In unserem Zeitalter, dem Anthropozän, haben die Menschen die Funktionsweise des gesamten Erdsystems signifikant verändert. Der Schutz und Erhalt der Biosphäre und der Atmosphäre ist daher eine drängende Priorität. Dieser Schutz erfordert einen kritischen Blick auf die sozio-politischen und ökonomischen Machtverhältnisse und (Un-)Gleichheiten, sowie auf den unausgeglichenen Zugang zu Ressourcen und Wissen, die diese konstituieren.“ Zudem betonen die Wissenschaftler*innen, dass an der Uni.lu sowohl in den Ingenieur- und Naturwissenschaften als auch in den Sozial- und Humanwissenschaften zu den Auswirkungen und zur Bekämpfung des Klimawandels geforscht wird. mehr lesen / lire plus

Medizin: Antibiotikajagd mit Minitröpfchen


Resistente Bakterien kosten jedes Jahr viele Menschenleben. Zwei Schweizer Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sie neue wirksame Mittel gegen gefährliche Krankheitserreger finden wollen.

Künstlerische Darstellung der SpheroBiotics-Technologie. 
Die roten Kügelchen zeigen die Miniaturlabore in der Erde. (Bildquelle: SpheroBiotics)

Manche Mikroorganismen produzieren Abwehrstoffe, um sich einen Überlebensvorteil gegenüber bakteriellen Konkurrenten zu verschaffen. Diese Substanzen kann der Mensch gut gebrauchen, denn sie lassen sich isolieren und als Antibiotika gegen bakterielle Krankheitserreger einsetzen. Etwa 75 Prozent der heute verfügbaren Antibiotika gehen auf Naturstoffe zurück. Jedoch gibt es ein Riesenproblem: Immer mehr Bakterien entwickeln Antibiotikaresistenzen. Das heißt, die Substanzen bleiben wirkungslos. Was unter anderem dadurch kam, dass in Kliniken relativ wenige Antibiotika sehr oft eingesetzt wurden. mehr lesen / lire plus

Insekten: Die Ankunft kleiner Invasoren

Der Klimawandel und die Globalisierung bringen auch neue Schädlinge nach Europa. Ist Europas Landwirtschaft darauf vorbereitet?

Der Japankäfer ist ein landwirtschaftlicher Schädling mit vielen potenziellen Wirtspflanzen, der großen Schaden anrichten kann. (Foto: CC-BY-SA Ryan Odnett)

Der Japankäfer, Popillia japonica, hat braune Flügeldecken, ein metallisch schimmerndes grünes Halsschild, fünf weiße Haarbüschel an jeder Hinterleibsseite und hinten, auf dem letzten Abdominalsegment, nochmal zwei weiße Büschel. Wie der Name verrät, kommt das Insekt ursprünglich in Japan vor. Anfang des 20. Jahrhunderts verschleppte man es dann an die Westküste Nordamerikas. Vermutlich mangels natürlicher Gegenspieler konnte der Japankäfer dort in kurzer Zeit eine große Population aufbauen. mehr lesen / lire plus

Wissenschaft in Luxemburg: Stark männerdominiert

Nur 25 Prozent der Wissenschaftler*innen und Techniker*innen hierzulande sind weiblich. Damit liegt Luxemburg im EU-Vergleich an letzter Stelle.

© ec.europa.eu/eurostat

Im Jahr 2017 arbeiteten in der EU 18 Millionen Wissenschaftler*innen und Ingenieur*innen. 59 Prozent davon waren Männer. Das geht aus einer Statistik hervor, die Eurostat am Montag veröffentlichte. Während die meisten Mitgliedstaaten weit von einem paritätischen Verhältnis entfernt sind, arbeiten in fünf Ländern sogar mehr weibliche als männliche Wissenschaftler*innen und Techniker*innen: in Litauen (57 Prozent), Bulgarien und Lettland (beide 53 Prozent), Portugal (51 Prozent) und Dänemark (etwas mehr als 50 Prozent). Bei den europäischen Nicht-EU-Staaten hat Norwegen mit 54 Prozent Wissenschaftlerinnen und Technikerinnen die Nase vorn. mehr lesen / lire plus

Pluto
: Eisdünen

Obwohl Pluto 30 Mal weiter von der Sonne entfernt ist als unser Planet, gibt des etliche Gemeinsamkeiten

Eisdünen auf Pluto zeigen einen facettenreichen und dynamischen Zwergplaneten. (Foto: Nasa)

Mit 50.000 Kilometern pro Stunde raste die Nasa-Raumsonde New Horizons vor mehr als vier Jahren an Pluto vorbei, dem eiskalten, 2006 zum Zwergplaneten degradierten Himmelskörper am Rande unseres Sonnensystems. So schnell wird es keine zweite Gelegenheit für Nahaufnahmen geben. Was auch nicht weiter schlimm ist, sind Forscher doch immer noch mit dem Auswerten des Datenmaterials vom Vorbeiflug im Juli 2015 beschäftigt. Zwar ist Pluto über 30 Mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde, doch finden sich erstaunliche Gemeinsamkeiten. mehr lesen / lire plus

Neurodidaktik
: Lernen bis die Synapsen dampfen


Kinder sollten bereits im Vorschulalter möglichst intensiv gefördert und von Bildschirmen ferngehalten werden, sagt Chefarzt, Hirnforscher und Sachbuchautor Manfred Spitzer. In wissenschaftlichen Kreisen gelten seine Thesen als umstritten. An manchem ist dennoch etwas dran.

Kinder lernen sehr schnell, davon sollte profitiert werden. (Foto: Pixabay)

Als Bildungsminister Meisch verkündete, dass Sprachenförderung auf luxemburgisch und französisch auch schon in der Crèche beginnen sollte, waren die Reaktionen nicht nur positiv. Das Gesetz wurde aller Bedenken zum Trotz gestimmt und wird seit Schuljahresbeginn 2017 umgesetzt. Über die Notwendigkeit frühkindlicher Förderung, ob diese nun Sprachen oder andere Fähigkeiten betrifft, ist man sich relativ einig. Darüber, wie diese zu gestalten ist und was idealerweise durch sie erreicht werden kann, gehen die Meinungen jedoch auseinander. mehr lesen / lire plus

Nationalbibliothek eröffnet Open Data-Portal

Foto: BNL

Ein neues Portal soll die Verbreitung und Nutzung von digitalisierten Daten der Nationalbibliothek erleichtern.

Seit Jahren stellt die Luxemburgische Nationalbibliothek digitalisierte Tageszeitungen auf eluxemburgensia.lu zur Verfügung. Es handelt sich vor allem um solche Ausgaben, die so alt sind, dass die urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist und die Werke gemeinfrei sind. Dabei sind aber nicht nur einfache Scans von alten Zeitungen zur Ansicht verfügbar: jeder Artikel ist einzeln gescannt, mittels Texterkennung liegen die Texte auch in digitaler Form vor, außerdem sind Metadaten verfügbar.

Für alle, die mit großen Datenmengen arbeiten wollen, wie Datenwissenschaftler*innen, Historiker*innen, Linguist*innen oder Programmierer*innen, gibt es nun eine neue Website: data.bnl.lu. mehr lesen / lire plus

Raumfahrt
: Big Data 
der Tiere


Mitte Februar hob eine russische Sojus-Progress-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab. An Bord befand sich die knapp 200 Kilogramm schwere Icarus-Antenne.

(Quelle: MPI für Ornithologie)

Icarus steht für International Cooperation for Animal Research Using Space, ein ehrgeiziges wissenschaftliches Projekt, an dem sich unter anderem deutsche, russische, dänische, US-amerikanische, israelische und panamaische Institute beteiligen. Es geht um die satellitengestützte Beobachtung kleiner Tiere vom Weltraum aus. Mittlerweile hat die Antenne ihr Ziel, die Internationale Raumstation ISS, erreicht. In diesem Monat wird sie von russischen Kosmonauten an der Außenseite der ISS angebracht. Damit beginnt die Tierbeobachtung aus dem All.

Die Antenne empfängt die Signale von Sendern, die unten auf der Erde an Tierkörpern befestigt sind. mehr lesen / lire plus

Europäische Solar-Orbiter-Mission
: Auf zur Sonne!

Die Vorbereitungen für den Start des Solar Orbiters sind in der Endphase. Die Wissenschaftler hoffen, dank der europäischen Sonde die auf der Sonnenoberfläche ablaufenden Prozesse besser zu verstehen.

Übersicht der Solarmissionen seit 1994. (Nasa / PD)

Was auf der Sonne los ist, interessiert nicht nur Astronomen. Turbulenzen auf der Sonne wirken sich auf Klima und Funkverbindungen auf der Erde aus. Die Erforschung des Sterns, der den Mittelpunkt unseres Planetensystems darstellt, schreitet langsam voran – nach den Entdeckungen der amerikanischen Cassini-Sonde werden die der europäischen Solar-Orbiter-Sonde mit Spannung erwartet.

Unser Sonnensystem umfasst – neben der Sonne selbst – die Planeten, deren Satelliten, Zwergplaneten, Asteroiden, Meteoroiden, Kometen und jede Menge Gas- und Staubteilchen. mehr lesen / lire plus

Informatik ist nicht nur Männersache

Das Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain lädt zu einem Vortrag ein, der den Anteil von Frauen an der Geschichte der Informatik beleuchtet.

© Pixabay

 

„Making Code – Changing Codes – Frauen in der Geschichte der Informatik“ – so der Titel einer Veranstaltung, die am kommenden Donnerstag, dem 15. März im Casino Luxembourg stattfindet. Im Fokus steht dabei nicht nur Informatikgeschichte, sondern auch deren Beeinflussung durch sich historisch wandelnde Geschlechterverhältnisse. So wird dem Beitrag von Naturwissenschaftlerinnen, Philosophinnen, Mathematikerinnen, Programmiererinnen und Ingenieurinnen an Entwicklungen der Informationstechnik bis heute nur wenig Beachtung geschenkt. In ihrem Vortrag beleuchtet Veronika Oechtering, wissenschaftliche Leiterin des Kompetenzzentrums „Frauen in Naturwissenschaft und Technik“ der Universität Bremen, diese Problematik und stellt die wichtigsten Akteurinnen vor. mehr lesen / lire plus

Psychologie
 : « The Memory Illusion »

La mémoire a une importance capitale dans notre existence. D’un côté, elle modèle nos expériences, de l’autre, elle détermine notre croyance, notre confiance en nos capacités futures. Si on constate qu’on ne peut se fier à sa mémoire, est-on aussi amené à se demander si on est vraiment la personne qu’on pensait être ?

En 2015, deux chercheurs, Julia Shaw et Stephen Porter, publient un article relatant des expériences faites pour démontrer qu’il est parfaitement possible de provoquer chez des innocents de faux souvenirs d’être les auteurs d’un crime. Cette publication a tout de suite une grande résonance aussi bien dans la presse qu’auprès du grand public. mehr lesen / lire plus

SERIOUS GAMES: Spielerische Familienplanung

First Person Shooter, auch Ego Shooter genannt, haben nicht den allerbesten Ruf. Bei dieser Art von digitalem Spiel bekämpft man andere Spieler oder computergesteuerte Gegner mit Schusswaffen, etwa Scharfschützengewehren. Der Konsum dieser „Killerspiele“, so der Verdacht, führt zu aggressivem bis gewalttätigem Verhalten im Alltag.

Eine als Videospiel konzipierte virtuelle Realität kann medizinische und technologische Anforderungen ergänzen. Auf dieser Basis wurde die Entwicklung des Spiels Gabarello initiiert.

Da mag es überraschen, dass Ego Shooter auch therapeutischen Zwecken dienen. Remission heißt ein Game, bei dem Spieler in die Rolle von weißen Blutkörperchen schlüpfen. Die Aufgabe: winzige Krebszellen abschießen, bevor sich diese weiter durch den Körper fressen können. mehr lesen / lire plus

FUNKEN, LIEFERN, FILMEN: Ein Himmel voller Drohnen

Als Mittel bei militärischen Einsätzen umstritten, könnten Drohnen schon bald massenhaft für zivile Anwendungen genutzt werden. Doch auch hier gibt es Bedenken.

Luftfracht bis an die Türschwelle: Auch DHL testet Transport-Drohnen.
(Foto: FRANKHÖFFNER / CC-BY-SA 3.0)

Wenn sich ein Internet-Gigant irgendein Unternehmen schnappt, dann misst man dessen Produkt automatisch eine erhöhte Bedeutung zu. Denn die Großen der Branche nutzen ihre Börsen-Milliarden regelmäßig, um sich mit Technik auszustatten, der die Zukunft zu gehören scheint.

Google schnappte sich Titan Aerospace. Die Firma baut Drohnen, unbemannte Fluggeräte, die landläufig mit ferngesteuerten Militärschlägen assoziiert werden. Aber Google hat nichts Kriegerisches im Sinn. Der wegen seiner Datensammelei umstrittene Konzern versucht mit den Drohnen, das Internet in entlegene Regionen zu bringen, die von den Segnungen des Netzes bisher nichts abbekommen haben. mehr lesen / lire plus

KREBSFORSCHUNG: Hoffen auf einen Durchbruch

Manchmal passieren wundersame Dinge. Ein 15-jähriger Schüler aus den USA entwickelt einen Krebserkennungstest, der 168-mal schneller, 26.667-mal günstiger und bis zu 400-mal treffsicherer ist, als herkömmliche Verfahren. Ist so eine revolutionäre Entwicklung auch in der Therapie in Sicht?

Wie lässt sich das Wachstum von Krebszellen verhindern?

Salmonellen mögen nicht nur Eierspeisen, sondern offensichtlich auch Tumorgewebe. Forscher am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig wollen den Krebs daher mit dem berüchtigten Krankheitserreger bekämpfen. Die Versuchstiere – Mäuse mit einem Tumor in der Bauchhaut – bekamen Bakterien der Art Salmonella Typhimurium injiziert. Eineinhalb Stunden nach der Infektion versammelten sie sich vor allem in Milz und Leber, während im Tumor nur einzelne Bakterien hängen blieben. mehr lesen / lire plus

NEUROTHEOLOGIE: Wie Glaube im Gehirn entsteht

Gott in sich fühlen, mit dem Kosmos verschmelzen, auf wunderbare Art geheilt werden … Einige Hirnforscher glauben, dass sich religiöse Phänomene auf neuronale Prozesse zurückführen lassen. Andere sind skeptisch.

Wenn Gott schon nicht im Himmel sitzt, so könnte der Glaube an ihn zumindest in den Hirnwindungen Wirkung zeigen.

Sehr unterschiedliche Menschen versammelte der Neurologe Uffe Schjødt in einem Labor an der Aarhus Universiteit in Dänemark: 18 fromme Pfingstchristen und 18 nicht-religiöse Menschen. Die Probanden wurden in einen Magnetresonanztomographen geschoben, eine High-Tech-Röhre, die neuronale Prozesse im Gehirn scannt, und lauschten dort Fürbittegebeten. Diese wurden abwechselnd von einem Nichtchristen, einem gewöhnlichen Christen und einem mit der Gabe der Heilung gesprochen – zumindest dachten die Probanden das. mehr lesen / lire plus