Indie Pop: Der Untergrund lebt


Belle and Sebastian sind eine der am längsten bestehenden Indie-Pop-Gruppen der Welt – und vermögen immer noch zu begeistern und zu überraschen.

Immer noch gut: Die Folkrocker von Belle and Sebastian.

Belle and Sebastian ist schon ein kleines Wunder. Seit nunmehr zweiundzwanzig Jahren geistert die schottische Band in der Indie-Musikszene herum und beglückt ihre Fans zuverlässig im Zwei- bis Dreijahresrhythmus mit einem neuen Album. Zweiundzwanzig Jahre. In der schnelllebigen Musikwelt der letzten Jahrzehnte ist diese Statistik allein schon sehr beeindruckend. Elf Studioalben und drei Live-Alben kann die Band verbuchen. Bei ihrem neuesten Werk greift sie dabei auf ein altbewährtes Mittel zurück: Vor Monaten kündigte sie an, dass sie anstelle eines Albums im klassischen Format eine EP Trilogie veröffentlichen werde. mehr lesen / lire plus

„public forum“ zu Spacemining

In den Rotondes wird am Montagabend über Chancen und Grenzen des Asteroidenbergbaus und der Nutzung des Weltraums diskutiert.

Illustration: Forum

Das luxemburgische Spacemining-Projekt wurde anfangs mit Verwunderung, später mit Begeisterung aufgenommen. Auch in der ausländischen Presse häufen sich Artikel über die ambitionierten Pläne von Wirtschaftsminister Etienne Schneider – skeptische Stimmen sind dabei allerdings selten. Sehr früh, jedoch weitgehend unbeachtet kritisierte das Kunstkollektiv Richtung 22 in seinem Theaterstück „Luxembourg’s Private Space Explorevolutionary Superfancy Asteroid Tailoring“ die Pläne als nicht vereinbar mit dem internationalen Recht. „Krass völkerrechtswidrig“ nannte der Direktor des Instituts für Luft-und Weltraumrecht der Universität Köln, Stephan Hobe, die luxemburgische Spacemining-Gesetzgebung im Interview mit dem Deutschlandfunk. mehr lesen / lire plus

Théâtre
 : Osez le féminisme


« Révolte », au Centaure, est à la fois un jeu élaboré de langage et un grand coup de massue sur les stéréotypes. Resserrée pour plus d’explosivité, la pièce interroge sans relâche et sans lasser.

Deux actrices (Agnès Guignard et Leila Schaus) et deux acteurs
(Pitt Simon et Francesco Mormino) qui donnent tout sur scène pour remettre en question l’ordinaire des relations entre femmes et hommes. (Photos : Bohumil Kostohryz)

C’est le titre d’un livre de l’historienne Laurel Thatcher Ulrich, « Well-Behaved Women Seldom Make History », qui est à l’origine de la pièce « Révolte » d’Alice Birch. En trois jours, la jeune dramaturge a écrit son texte, commandé par la Royal Shakespeare Company, après s’être plongée dans la littérature féministe. mehr lesen / lire plus

Lärmender Wintergeist

Konzept mit Sogwirkung: beim „Winter Ghost“ in Gent gab’s Kunst und Krach im Karussell.


Fand am vergangenen Samstag bereits zum dritten Mal statt: das Winter Ghost-Festival in Ghent. (Bildquelle: Winter GHOST Gent)

Man nehme vier um einen Platz gruppierte Locations, ein Dutzend Bands, eine Handvoll Getränke- und Food-Trucks – und fertig ist das Winter-Festival. Das für seine lebendige Musikszene bekannte Gent wusste am vergangenen Samstag mit dieser schönen Idee aufzuwarten: Bereits zum dritten Mal fand das so genannte „Winter Ghost“-Festival statt, bei dem nicht nur rund um die St. Jakobskirche, sondern auch innerhalb ihrer Mauern um die Wette gelärmt wurde. mehr lesen / lire plus

Théâtre
 : Sois beau et tais-toi


« Le moche », la nouvelle production du TOL, a le mérite de poser les bonnes questions sur l’importance de l’apparence dans notre société. Un bon moment de théâtre, même si l’équilibre de la pièce est quelque peu instable entre rire et sérieux.

Pas un pacte avec le diable, mais presque : Lette signe le contrat avec son chirurgien esthétique. (Photo : Ricardo Vaz Palma)

Même sa femme le sait, et elle en a pris son parti : Lette est moche, désespérément moche. Au point que son supérieur hiérarchique préfère qu’il ne présente pas lui-même dans un salon professionnel l’astucieux connecteur informatique de son invention. mehr lesen / lire plus

Und wenn der Frosch eine Prinzessin ist?

Ein Diskussionsabend setzt sich mit Geschlechterstereotypen in Märchen auseinander.

Kindern werden schon sehr früh Rollenbilder darüber vermittelt, wie sich Jungen oder Mädchen benehmen sollen. Märchen sind dabei nach wie vor wichtig – egal, ob als mündliche Erzählung oder im Disney-Zeichentrickfilm. Beispiele, in denen die traditionellen Rollen gebrochen werden – Prinzessinnen etwa, die eine aktive, selbstbestimmte Rolle einnehmen, sind rar. Am Donnerstagabend wird in den Rotunden im Rahmen der Diskussionsreihe „Kunst sucht Schule“ über dieses Phänomen diskutiert. Die Lehrerin Laure Schreiner, die Zirkusartistin Marie Jolet und die Geschlechterforscherin Christel Baltes-Löhr wollen dabei aber nicht nur die problematischen Geschlechterbilder der Märchenwelt analysieren, sondern auch Alternativen entwickeln. mehr lesen / lire plus

Wer kontrolliert, was auf den Teller kommt?

Heute Abend beschäftigt sich eine Konferenz in der Coque mit der Lebensmittelindustrie.

Monsanto, Bayer, Nestlé, Mars, Coca-Cola – im Bereich der Lebensmittelindustrie gibt es nur wenige Player, die den Markt beherrschen. „Wir machen uns von Großkonzernen abhängig, die dann die Produktpalette, die Produktionsbedingungen, das Ausmaß des Pestizideinsatzes diktieren – also jeden Entwicklungsschritt des Nahrungsmittels vom Saatkorn bis auf den Teller bestimmen.“, sagte Barbara Unmüßig, die Präsidentin der Heinrich-Böll-Stiftung im Woxx-Interview letzte Woche. Was es bedeutet, wenn immer weniger Konzerne immer mehr Macht bekommen und bestimmen können, was angebaut, verkauft und letzten Endes gegessen wird, will die ASTM heute Abend im Rahmen ihrer Kampagne „No Corporate Impunity“ besprechen. mehr lesen / lire plus

Musique classique
 : À la russe


Jouer devant un public fait aussi partie de la formation au conservatoire de la Ville de Luxembourg. Et la qualité est souvent au rendez-vous… à un prix imbattable. Bref tour d’horizon à l’occasion d’un prochain concert de l’orchestre symphonique des élèves.

« Je viens toujours au conservatoire. Il y a vraiment d’excellents concerts. À la Philharmonie, ça coûte cher… et c’est trop guindé pour moi », confiait une vieille dame pourtant tirée à quatre épingles lors d’une représentation en décembre. Difficile de lui donner tort, côté musique en tout cas : avec un programme culturel foisonnant joué par les élèves et en grande majorité gratuit (en plus de l’accueil de productions internationales dans le grand auditorium loué à cet effet), il y en a pour tous les goûts chaque mois. mehr lesen / lire plus

Alternativer Hip-Hop
: Komische Fische


Dass man es bei „Käptn Peng und die Tentakel von Delphi“ nicht mit einem weiteren beliebigen Hip-Hop-Act zu tun hat, verrät allein schon der Name. Was sich hinter diesem verbirgt, ist eine äußerst versatile Musikgruppe, die sich nicht scheut, auch komplexe Inhalte vorzutragen.

Peng! Da kommen schon die Tentakel!

Beim „Food for Your Senses“-Festival im Jahre 2013 waren sie eines der Highlights, nun kehren sie nach Luxemburg zurück: Käptn Peng und die Tentakel von Delphi. Dass Hip-Hop nicht mit Ghetto-Rap, Knarren, Drogen und sexistischen Texten gleichzusetzen ist, ist an sich nichts Neues. Schon seit Jahrzehnten gibt es in Amerika wie in Europa auch für den Sprechgesang eine alternative Szene abseits des Mainstreams. mehr lesen / lire plus

Musique expérimentale : Coups bien placés

Pour l’année 2018, les Rotondes continuent leur programmation musicale éclectique et courageuse. 
Le premier rendez-vous de l’année est consacré à Andrea Belfi.

L’homme aux moustaches sera derrière les fûts.

Tandis que la programmation musicale d’autres institutions étatiques ressemble de plus en plus à une informe masse commerciale – on n’a qu’à regarder celle de la Rockhal, qui est une insulte à tout amoureux de la musique actuelle, tant elle suinte les groupes commerciaux et les « big acts » faisant tinter les caisses –, les Rotondes continuent de tracer leur route parmi les rares vaillants chevaliers de la découverte.

Premier invité de la nouvelle année donc : Andrea Belfi. mehr lesen / lire plus

Black Metal: Unbekannte Frevler

Die Kulturfabrik betet auch im neuen Jahr zum Herrn der Finsternis – und lädt mit Batushka die neuen Shooting Stars der polnischen Black Metal Szene ein.

Niemand weiß, wer sie sind, aber ihre Klänge haben sie schon europaweit zumindest in der Metalszene bekannt gemacht: Batushka. (Foto: © Dagmar Geiger)

Dass in Polen Gott über dem Gesetz rangiert, steht außer Zweifel, und nicht erst, seit die PiS-geführte Regierung an der Macht ist. Zuviel Frömmelei führt aber zu ungesunden Exzessen und auch dazu, dass junge Menschen rebellieren und den Glauben ins Negative umdrehen. Aus diesem Grund ist das osteuropäische Land seit jeher dafür bekannt, exzellente blasphemische Black- und Deathmetalbands zu produzieren. mehr lesen / lire plus

Shoegaze: Rock-Mantras

Echte Shoegaze-Bands sind selten, deshalb hat Luxemburg auch nur eine einzige: „Cyclorama“ – die am Freitag ihr neues Album vorstellen.

Nicht nur das Bild, auch der Sound von Cyclorama ist zuweilen recht schwammig. (Foto: ©Cyclorama)

Unter einem Cyclorama versteht man die Leinwand, die als neutraler Hintergrund während eines Fotoshootings benutzt wird. Dank dieser wird ein grenzenloses Panorama simuliert, die Illusion einer nicht endenden Weite, die den Rahmen für das bietet, was sich im Vordergrund abspielt. Wenn allerdings in Luxemburg von Cyclorama die Rede ist, so meint man damit zumeist die zweiköpfige instrumentale Shoegaze-Band, die seit zehn Jahren auf den hiesigen Bühnen zu sehen ist. mehr lesen / lire plus

Chœur de chambre de Luxembourg
 : Pléthore musicale


Avec l’exécution de « Carmina Burana » à la Philharmonie ce samedi, le Chœur de chambre de Luxembourg fait une incursion remarquée dans la musique profane. Une œuvre à découvrir ou à redécouvrir.

Le Chœur de chambre de Luxembourg à la Philharmonie en avril 2017. (Photo : CCL)

On avait pris l’habitude de l’entendre dans le répertoire sacré, où il faut bien dire qu’il excelle, comme en témoigne le concert qu’il a donné en avril de cette année à la Philharmonie avec le « Requiem » de Mozart. Mais le Chœur de chambre de Luxembourg, sous la direction artistique d’Antoniu Grosu, a décidé de frapper un grand coup en s’autorisant un écart profane, et c’est sur rien moins que la cantate « Carmina Burana » de Carl Orff que s’est jeté son dévolu. mehr lesen / lire plus

Konzerttipp
: Die Universalität des Gesangs

Im Rahmen des Jubiläumsprogramms des Folk-Clupp ergründet die multikulturelle Gruppe Voxtra die Schnittstellen globaler Vokaltraditionen.

Nach zahllosen Konzerten mit kleinen, großen und auch legendären KünstlerInnen präsentiert der Luxemburger Folk-Clupp im Rahmen des 40. Jubiläumsjahres am morgigen 2. Dezember eine ganz besondere Gruppe. Als die Gründer dieser Luxemburger Institution 1977 begannen, lagen sie mit ihrer Praxis, Musik aus Irland, Schottland und natürlich Luxemburg auf die Bühne zu bringen, durchaus im Trend. Eine Pionierleistung gelang ihnen aber, als sie kurze Zeit später die damals noch recht engen Grenzen der Folkszene sprengten und mit offenen Ohren und einem ausgeprägten Sinn für das Besondere auch Klänge vom Balkan, aus Amerika, Afrika und Asien ins Land holten. mehr lesen / lire plus

Sludge Metal/Post Rock
: Wechselbälger


Ein wahres Fest für Musikfans veranstaltet die Rockhal am nächsten Donnerstag – mit Mastodon, Red Fang und Russian Circles treten gleich drei Schwergewichte des zeitgenössischen Metal auf.

Benehmen sich manchmal wie die Elefanten im Porzelanladen: Mastodon. (Foto: Creative Commons)

Wenn unter Musikkritikern der Name Mastodon fällt, dann bilden sich zumeist zwei Lager, die vor allem in Bezug auf die neueren Alben gänzlich unterschiedlicher Meinung sind. Der Streitpunkt der Diskussion ist dabei immer der gleiche: Wieviel Veränderungsspielraum wird einer Band zugestanden? Oder anders ausgedrückt: Ab wann hat eine Band die Grenzen der eigenen Identitätsauslegung überschritten?

Mastodon steht in der Metalszene exemplarisch für diese Grundsatzfrage, an der sich die Geister scheiden. mehr lesen / lire plus

Argumente gegen Rechts

Der Politologe Klaus-Peter Hufer zeigt heute Abend in einem interaktiven Vortrag in Walferdingen, wie man am besten auf nationalistische, rassistische, sexistische und antidemokratische Sprüche reagiert.

© politische-bildung.sh

Wie kann man gegen rechte Parolen andiskutieren? Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Politologe, Erwachsenenbildner und Autor Klaus-Peter Hufer nun schon mit dieser Frage. In seinen Büchern „Argumente am Stammtisch“ und „Argumentationstraining gegen Stammtischparolen“ liefert er Analysen und Ratschläge in Bezug auf diese Problematik. Der Politologe widmet sich aber nicht nur rechtsextremem Gedankengut, sondern auch verbreiteten Haltungen der Art „Ich bin ja kein Rassist, aber …“. Diskriminierenden Parolen könne man, Hufer zufolge, überall begegnen: im Bus, am Arbeitsplatz, in der Schule. mehr lesen / lire plus

Benjamin Clementine
: Die Genese einer 
Künstler-Persona

Benjamin Clementine ist eine singuläre Gestalt in der Musikwelt – zwischen Straßenmusik und großer Bühne entfaltet sich seine Welt die es nun in der Philharmonie zu entdecken gibt.

Einer wie kein anderer: Benjamin Clementine.

Den Künstler Benjamin Clementine umgibt eine eine Aura des Mysteriösen. Wenig Sicheres ist bekannt – aber die Geschichte seines Werdegangs ist derart filmtauglich dass sie unwirklich erscheint: Clementine wächst bei seiner Großmutter auf und verbringt nach ihrem Tod den Großteil seiner Jugend in Bibliotheken und am Klavier. Mit 16 reißt er aus, kauft sich mit 19 vom letzten Geld ein Ticket nach Paris, lebt und musiziert dort auf der Straße – und wird „entdeckt“. mehr lesen / lire plus

Théâtre : L’heure des choix

C’est avec « Skylight » que le TOL ouvre sa saison. Une pièce sur les bifurcations que chacun est amené à suivre dans la vie, avec un magnifique rôle de femme.

(Photos : Patricia Peribáñez)

Tout allait bien pour eux, avant. Kyra et Tom travaillaient ensemble, gagnaient beaucoup d’argent dans la restauration et s’aimaient passionnément. Seulement voilà : Tom était marié à Alice, également l’amie de Kyra. Lorsque Alice découvre le pot aux roses, Kyra coupe les ponts brusquement. Elle tourne le dos à une vie bien réglée aux revenus abondants pour partir enseigner à des enfants défavorisés. Et puis quinze ans plus tard, le fils de Tom et Alice vient visiter Kyra. mehr lesen / lire plus

Festival : Les cloches de Stolzembourg

Un festival de musique contemporaine autour d’une église dans le Grand Nord (du Luxembourg) ? C’est possible avec « Odo Sonoritas », qui mêle traditions et création contemporaine dans un décor plutôt inattendu.

Un percussionniste pas comme les autres : Pierrick Grobéty va enchanter les habitants de Stolzembourg et leur carillon. (Photo: © Unki)

« Mon idée était de ne pas laisser dépérir les vieilles traditions, tout en essayant de les connecter à ce qui se fait dans le contemporain », explique Unki Unkelheusser, l’organisateur d’« Odo Sonoritas ». Déjà le nom du festival reflète son ancrage dans les siècles passés. mehr lesen / lire plus

Théâtre
 : Continent noir et Père blanc


Le Centaure ouvre sa saison avec « Mission » de David Van Reybrouck. Une plongée subtile et progressive dans les affres douloureuses d’un pays qui n’en finit pas de souffrir, menée de main de maître par le comédien Francesco Mormino.

Formidable performance pendant 90 minutes de Francesco Mormino dans ce monologue de David Van Reybrouck. (Photo : Bohumil Kostohryz)

Ça commence comme un monologue de théâtre classique. Le père Grégoire, valise à la main, raconte la difficulté des retours au pays, la Belgique, lorsqu’on est installé comme missionnaire en Afrique. Puis il enchaîne sur son histoire, celle qui lui a fait lâcher une petite amie (c’était pourtant « du sérieux ») pour le séminaire des Pères blancs, ces religieux qui se consacrent à l’évangélisation de l’Afrique. mehr lesen / lire plus