EU-Renaturierungsgesetz: Zurück zur Natur

Nach langem Bangen ist nun klar: Das EU-Renaturierungsgesetz wird in Kraft treten. Feuchtgebiete, Wälder, Steppen, Flüsse und andere Habitate sollen vermehrt wiederhergestellt werden.

(Foto: CC BY-SA Reinhold Möller)

Am vergangenen Montag löste sich eine lange Blockade: „Die Verordnung zur Wiederherstellung der Natur“, auch als EU-Renaturierungsgesetz bezeichnet, passierte den Minister*innenrat mit einer sehr knappen Mehrheit. Eigentlich hatten die Mitgliedsstaaten bereits im November 2022 ihre Zustimmung signalisiert. Nachdem das Gesetz vom Europaparlament gebilligt worden war, galt die zu nehmende Hürde des Minister*innenrats als reine Formalie. Doch es kam anders: Vor der Sitzung Ende März kündigten Schweden, Italien, die Niederlande und Ungarn an, das Gesetz nicht mehr unterstützen zu wollen, Österreich, Belgien und Finnland wollten sich enthalten. mehr lesen / lire plus

Dublin-Verfahren: Wohin, wenn das Asyl verwehrt wird?

Die EU-Asylpolitik legt die Priorität auf Abschiebung, auch intern zwischen den EU-Staaten. Dabei wird die Ausnahmeregelung, die jedem EU-Staat zusteht, nur in wenigen Fällen angewendet. Erzählung einer Familie, die Zuflucht sucht.

Kam die vierköpfige Familie in Luxemburg im Centre primo-accueil Tony Rollman unter, muss sie nach ihrer Abschiebung in Frankreich in Notunterkünften übernachten. Ihre Lage wird zunehmend prekärer. Laut dem hiesigen Verwaltungsgericht, das den Einspruch der Familie abwies, stelle das Recht auf Unterbringung jedoch „kein absolutes Recht dar». (FOTO: woxx)

Die Polizist*innen kommen um sieben Uhr morgens. Ohne Vorwarnung. Die vierköpfige Familie Sedova* trifft es trotzdem nicht unerwartet. Seit Wochen gehen sie mit der Angst im Nacken ins Bett, in jedem Moment abgeschoben zu werden. mehr lesen / lire plus

Méco: Wasserwirtschaftsamt soll stärker mitwirken

CC BY-SA 4.0 MMFE/Wikimedia

Es steht schlecht um die Wasserqualität in Luxemburg. Kein einziger natürlicher Oberflächenwasserkörper befände sich in einem guten Zustand, kritisierte der Mouvement écologique auf einer Pressekonferenz des 20. Juni. Bei der Mehrheit (51 Prozent) sei der ökologische Zustand mäßig, bei jeweils einem Fünftel jedoch „unbefriedigend‟ oder sogar „schlecht‟ (23 und 20 Prozent). Alle seien mit Pestiziden verunreinigt. Daran sei aber nicht das Wasserwirtschaftsamt schuld, das seit zwanzig Jahren für die Umsetzung der Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserquellen und Ökosysteme zuständig ist. Dazu gehört unter anderem die Wiederherstellung von Flüssen. Wegen struktureller Probleme, wie dem Mangel an Personal und finanziellen Mitteln könnten diese jedoch nur schleppend umgesetzt werden, so der Méco. mehr lesen / lire plus

Arbeit und Behinderung im Fokus

Foto: stevepb/pixabay.com

Wie viele Arbeiternehmer*innen mit Behinderung leben in Luxemburg? Wie stehen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt? Diesen und weiteren Fragen geht das Arbeitsministerium zurzeit mittels einer mehrteiligen Studie nach. Erste Ergebnisse wurden am Montag der Presse vorgestellt. Demnach gingen im Dezember letzten Jahres 4.639 Personen mit dem Status „salarié handicapé“ – davon 27 Prozent luxemburgische Staatsbürger*innen – einer Lohnarbeit nach: 1.529 davon in einem „Atelier protégé“, der Rest – diesmal rund 62 Prozent Luxemburger Staatsbürger*innen – auf dem ersten Arbeitsmarkt. 1.917 der insgesamt 7.227 Personen mit besagtem Status waren bei der Adem eingeschrieben, 671 weitere waren weder als Arbeitnehmer*innen noch als Arbeits-
suchende registriert. mehr lesen / lire plus

Au Luxembourg : Il y a plus de pauvres et de… millionnaires

Tandis que le risque de pauvreté touche désormais 19 % de la population et que le pays bat des records en matière de travailleuses et travailleurs pauvres, le nombre de millionnaires recensé·es dans le pays est passé de 45.800 à plus de 47.110 en un an. Deux chiffres, deux réalités et une conclusion : au Luxembourg, comme ailleurs, les inégalités s’accroissent.

(Illustration : Nugroho Dwi Hartawan/Pixabay)

Franchement, 2022 n’avait pas été la meilleure année pour les millionnaires au Luxembourg. Leur nombre était tombé à 45.800, contre 46.200 l’année précédente, baisse attribuée aux conséquences de la crise de la covid et à la guerre en Ukraine. mehr lesen / lire plus

Podcast-Tipp: Transfert

Der Podcast „Transfert“ wurde im ersten Trimester 2024 weltweit über 4,5 Millionen Mal heruntergeladen. Damit führt er die von der „Alliance pour les Chiffres de la Presse et des Médias“ (kurz: ACPM) herausgegebene Liste der beliebtesten französischen Podcasts an. Nicht ohne Grund ist der vom Online-Magazin Slate.fr produzierte Podcast so erfolgreich: Peripetien, Miseren oder auch Glücksfälle – die Höhen und Tiefen des Lebens, die trotz ihrer Außerordentlichkeit jede*n ereilen können, werden hier auf berührende Weise erzählt. Pro Folge wird ein Schicksal, eine wahre und faszinierende Lebensgeschichte in den Mittelpunkt gerückt. Ob nun eine Frau erzählt, wie sie als Teenagerin in die Heroinabhängigkeit abrutschte (und wieder ihren Weg aus der Sucht herausfand) oder ein Mann davon berichtet, wie er die Nuklearkatastrophe von Fukushima erlebte – die Erlebnisse, welche die Sprecher*innen mit uns teilen, gehen immer unter die Haut. mehr lesen / lire plus

In der Cinémathèque: La passion de Dodin Bouffant

Für seinen neuen Film benutzt Regisseur und Drehbuchautor Trần Anh Hùng nur wenige Zutaten, das Ergebnis ist dennoch ein purer Genuss.

In den Augen von Dodin gibt es keine bessere Köchin als Eugénie. (© Frenetic Films)

Man sollte sich „La passion de Dodin Bouffant“ am besten nicht mit leerem Magen ansehen, denn während eines Großteils des Films wird gekocht: Soßen, Suppen, Eintöpfe, Desserts – es gibt scheinbar nichts, das nicht zum Repertoire von Köchin Eugénie (Juliette Binoche) zählt. In der Küche steht sie selten alleine: Sowohl die Magd Violette Galatéa Bellugi, deren Nichte Pauline (Bonnie Chagneau-Ravoire) als auch ihr Arbeitgeber, der wohlhabende Gourmet Dodin (Benoît Magimel), sind da, um ihr unter die Arme zu greifen. mehr lesen / lire plus

Dans les salles : The Watchers

Adaptant le roman homonyme d’A.M. Shine, le premier long-métrage d’Ishana Night Shyamalan joue avec ambition sur les thèmes d’identité, d’imitation et de semblant. Quoique l’atmosphère de la sombre forêt soit intrigante – le scénario captive surtout par une bande son phénoménale – le mélange de genres entre thriller folklorique et film d’horreur banal que propose Shyamalan peine à fonctionner. L’histoire de créatures guetteuses est de surcroît alourdie par des dialogues insipides et des moments de vulnérabilité aléatoires. Malgré un rebondissement à la fin, qui rehausse l’intérêt, l’ensemble est mitigé, ne s’engageant pleinement ni dans l’un ni dans l’autre genre. Dommage.

L’évaluation du woxx : X
Tous les horaires sur le site. mehr lesen / lire plus

Poesie im Sommer (I): „Lyrik ist für mich noch immer die Königsdisziplin“

Internationale Großveranstaltungen wie der Pariser „Marché de la Poésie“ (19. bis 23. Juni) und das Poesiefestival in Berlin (4. bis 21. Juli) zeigen: Der Sommer ist die Jahreszeit, in der nicht nur die Natur gedeiht, sondern auch die älteste aller Literaturgattungen: die Lyrik. Im Gespräch erklärt der Luxemburger Autor und Lyriker Guy Helminger, warum die Lektüre von Gedichten seiner Ansicht nach so beglückend ist – und die Kunstform trotzdem einen schweren Stand hat.

Guy Helminger gewann 2022 den renommierten Lyrikpreis Meran. Der mit 8000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre verliehen. (Foto: Privat)

woxx: 2002 erhielten Sie den Servais-Preis für Ihren Erzählband „Rost“. mehr lesen / lire plus

Installation : L’I.A. (intelligence artisanale) de Katharina Grosse

« Déplacer les étoiles » est la plus récente installation artistique présentée au Centre Pompidou-Metz et aussi le défi que sa créatrice, Katharina Grosse, s’est posé. Une expérience unique et surtout immersive au sein d’une déflagration colorée où nous sommes tous et toutes partie intégrante.

« Déplacer les étoiles », présenté dans la Grande Nef du Centre Pompidou-Metz. (Photo : Nuna Lucas da Costa)

En photo, l’installation semble être encore une création de plus émanant de l’intelligence artificielle. Détrompez-vous, il n’y a pas d’illusion d’optique ici, car cette immense toile existe bel et bien, et la fiche technique de cette installation impressionne. Dans l’immense salle de la Grande Nef, sur une hauteur de vingt mètres, une trentaine de câbles tiennent accrochés un colossale corpus en tissus, tel un linceul, de près de quatre tonnes et d’une surface de 8.250 m², sans parler des litres de peinture aspergés à coup de pistolet aérosol industriel. mehr lesen / lire plus

Am Bistro mat der woxx #288 – Déi langweileg Ried zur Lag vun der Natioun

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

De Premier Luc Frieden huet den Dënschden seng éischt Ried zur Lag vun der Natioun an der Chamber gehalen. Déi Ried war net besonnesch spannend, huet de Joël Adami fonnt, am Podcast schwätzt hie mam Tessie Jakobs doriwwer, wourunner dat geleeën huet. Si diskutéieren och doriwwer, wéi d’Riedner*innen vun der Majoritéit an der Oppositioun an hire Reaktiounen op dem Premier säin Discours sech gemaach hunn.

Den Artikel, iwwert deen mir geschwat hunn:

Rede zur Lage der Nation: Visionslos

 

 

 

 De Podcast abonnéieren: mat Apple Podcasts (iTunes) / op Spotify / mat Android / per RSS. mehr lesen / lire plus

Percée de l’extrême droite aux européennes : Le Luxembourg n’est pas une île

Quelle position adopteront les six eurodéputé·es luxembourgeois·es dans le prochain hémicycle européen issu des élections de ce 9 juin, où l’extrême droite a notablement renforcé ses positions ? C’est la question que le woxx leur a posée au soir de l’élection, alors que l’ADR a décroché le premier siège européen de son histoire.

Le Parlement européen version 2024 penche davantage à droite, avec d’importantes percées de l’extrême droite dans certains États membres comme la France ou l’Allemagne. Ces deux pays disposent des plus importants contingents d’élu·es. (Photo : Parlement européen)

Difficile de faire plus antinomique : d’un côté les fédéralistes européens de Volt Luxembourg, de l’autre les souverainistes de l’ADR. mehr lesen / lire plus

Georgien: Ökonomie des Protests

Das Ende Mai vom georgischen Parlament verabschiedete Gesetz gegen „ausländischen Einfluss“ und die Proteste dagegen haben auch einen ökonomischen Hintergrund: Die chronische Wirtschaftskrise Georgiens nach der Unabhängigkeit führte zur Entstehung einer korrupten Rentenökonomie. Demgegenüber setzen weite Teile der Bevölkerung, insbesondere die gebildete Mittelschicht, ihre Hoffnungen in einen Beitritt zur EU.

Trotz heftiger Proteste wurde in Georgien ein Gesetz zur Kontrolle von aus dem Ausland finanzierten NGOs verabschiedet: Die Protestierenden fürchten, dass damit auch der EU-Beitritt gefährdet ist. (Foto: EPA-EFE/DAVID MDZINARISHVILI)

Seit dem Frühjahr 2023 stehen sich auf dem Rustaweli-Boulevard wieder Demonstrant*innen und Polizist*innen gegenüber. Auf der Prachtstraße im Zentrum von Tiflis sind nach 1989 die meisten politischen Konflikte in Georgien ausgetragen worden, immer wieder auch gewaltsam. mehr lesen / lire plus

Drogen: Alle berauschen sich überall mit allem

Alle, überall, mit allem – das ist die grobe Zusammenfassung, die die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) in ihrem Jahresbericht 2024 gibt. Insgesamt werden Drogenkonsum und die damit verbundenen Probleme immer komplexer.

Cannabis ist weiterhin die am meisten konsumierte illegale Droge in der EU. (Foto: CC BY Elsa Olofsson)

In der EU sind weiterhin eine große Anzahl an verschiedenen illegalen Drogen erhältlich. Die Palette an Stoffen, die oft in hohen Dosierungen verfügbar sind, ist ebenfalls gewachsen. So beschreibt es die EBDD in ihrem jährlichen Bericht, der am vergangenen Dienstag präsentiert wurde. Hinzu komme, dass immer neue Formen und Kombinationen an Drogen angeboten würden. mehr lesen / lire plus

Stickstoffdioxid meistens über WHO Grenzwert

(Quelle: Umweltverwaltung Luxemburg, 2024.)

Die Stickstoffdioxidwerte in Luxemburg verzeichnen seit 2018 einen Abwärtstrend. Dies ergibt eine am Dienstag veröffentlichte Studie der Umweltverwaltung. 2023 erhob die Verwaltung alle zwei Wochen auf 155 Messpunkten, die in 33 Gemeinden verteilt sind, die Stickstoffdioxidwerte in der Luft. Die Mehrheit der teilnehmenden Gemeinden liegen im grünen Bereich, schlussfolgert die Studie der Umweltverwaltung. Denn im Durchschnitt weisen 97 der Messpunkte unter dem von der EU vorgeschlagenen und ab 2030 geltenden Grenzwert von 20 μg/m3 (Mikrogramm pro Kubikmeter) liegende Werte auf. Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Schwellenwert liegt aber bei 10 μg/m3 und Werte von maximal 10 μg/m3 wurden hierzulande nur in 13 der 33 Gemeinden registriert. mehr lesen / lire plus

Etika stellt Crowdfunding-Plattform vor

Am vergangenen Mittwoch stellte Etika, die „Initiativ fir alternativ Finanzéierung“ ihr neustes Projekt vor. „Eticrowd“ ist eine Crowdfunding-Plattform, auf der ethische, soziale oder ökologische Projekte Geld für eine Startfinanzierung sammeln können. Solche Plattformen – die bekannteste ist Kickstarter.com – existieren zwar in anderen Ländern, doch in Luxemburg fehlte eine spezialisierte Plattform für nachaltige und soziale Projekte und dadurch war es oft schwer, Geld für innovative Unternehmungen zu sammeln. An einen Kredit einer Bank ist oft ohnehin nicht zu denken, da die benötigten Sicherheiten fehlen. Diese Lücke will Etika mit der neuen Plattform nun schließen. Nachhaltige Projekte sollen so unkomplizierter Förderer*innen finden können. mehr lesen / lire plus

Luxemburger Bevölkerung wird ärmer

© Christoph Scholz/flickr

Die Zahl an Menschen, die hierzulande in Armut leben, steigt weiter an. Mittlerweile liegt sie bei rund 19 Prozent, wie das Statistikamt Statec diese Woche mitteilte. Die entsprechenden Daten wurden im Jahr 2023 erhoben. Von der steigenden Armut besonders betroffen sind Kinder: Ungefähr ein Viertel dieser Bevölkerungsgruppe, also mehr als 30.000 Kinder, lebt in prekären Verhältnissen. Wie das Statec schreibt, leben diese Kinder in einem Haushalt mit einem Einkommen von weniger als 2.400 Euro im Monat pro Person. Einelternfamilien leiden nach wie vor am stärksten: 43 Prozent von ihnen leben in Armut. Auch die Schere zwischen Arm und Reich geht laut besagter Statec-Studie weiter auseinander: Das Lebensniveau der wohlhabendsten Bewohner*innen ist mittlerweile 4,8-mal höher als das der 20 Prozent der ärmsten Personen. mehr lesen / lire plus

France : Du maître des horloges au maître du chaos

En convoquant de nouvelles élections législatives après la victoire écrasante du Rassemblement national (RN) au scrutin européen, Emmanuel Macron prend le risque irresponsable de porter l’extrême droite au pouvoir en France dans moins d’un mois.

Réputé pour sa vacuité et ses absences au Parlement européen, Jordan Bardella porte de beaux costumes et est un virtuose du réseau TikTok. Dans moins d’un mois, l’enfant chéri du RN risque de diriger le gouvernement de la France. (Photo : Parlement européen)

« C’est moi ou les extrêmes » : la formule est usée jusqu’à la corde, mais ce mercredi 12 juin, Emmanuel Macron l’a martelée en boucle au cours d’une conférence de presse. mehr lesen / lire plus

Rede zur Lage der Nation: Visionslos

Luc Friedens erste Rede zur Lage der Nation überzeugte nicht. Sie war vor allem eine Aufzählung von – vor allem bekannten – Maßnahmen, ohne eine weitergehende Vision durchblicken zu lassen.

Bereit zum Referat: Luc Frieden auf dem Weg zu seiner ersten Rede zur Lage der Nation. (Foto: CC BY-ND Chambre des Députés)

Es kam nicht so, wie es viele befürchtet und einige Oppositionspoli- tiker*innen prophezeit hatten: Luc Frieden (CSV) hielt am Dienstag keine Rede über die bedrohliche Lage in der Welt und die schwierige Budgetsituation Luxemburgs. Die Einsparungen, die er verkündete, rechtfertigte er nicht mit einer angespannten Lage, sondern damit, dass Preise gesunken seien. mehr lesen / lire plus

Die Positionen der ADR: Ja zu Remigration, nein zu Menschenrechten

Mit Hitlergruß und Reichsbürger-Logos wird sich die ADR im EU-Parlament wohl eher zurückhalten. Doch mit welchen Positionen wird sie Luxemburg künftig in Brüssel vertreten?

Noch ist Fernand Kartheiser (links) luxemburgischer Abgeordneter, bald wird er die ADR im Europaparlament vertreten. (CC BY-ND 2.0 Chambre des députés)

2014 lautete der EU-Wahlslogan der „Alternativ Demokratesch Reformpartei“ (ADR) noch „Manner Europa – méi Lëtzebuerg“, zehn Jahre später tritt sie mit der leicht abgewandelten Variante „Fir e staarkt Lëtzebuerg an Europa“ an. Als antieuropäisch bezeichnet sie sich aber nach wie vor nicht. Letzten Endes ist es unerheblich, wie sich die 1987 gegründete, ehemalige „Rentnerpartei“ definiert: Was in ihrem EU-Wahlprogramm steht, spricht Bände. mehr lesen / lire plus