SOZIALWAHLEN: Uni hinkt hinterher

Die Uni Luxemburg hat bisher keine Personalvertretung. Das soll sich nun ändern. Zur rechten Zeit: Einem Teil der ForscherInnen droht unter Umständen eine Gehaltskürzung.

Die Uni Luxemburg: kein Vorzeigemodell in Sachen Sozialdialog. Eine Personalvertretung gibt es bisher nicht.

„Für mich ist das alles neu.“ Martin Uhrmacher ist Delegierter des „personnel scientifique et académique“ an der Universität Luxemburg und einer der Uni-Angestellten, die sich derzeit Gedanken über die bevorstehenden Sozialwahlen machen. Wie viele an der Luxemburger Hochschule ist er als Ausländer nicht mit den hiesigen Arbeitsgesetzen vertraut. „Es gibt hier kaum Angestellte, die sich in Sachen Personalvertretung auskennen.“ Ein zweistündiges Gespräch mit einem Vertreter der „Inspection du travail et des mines“ (ITM) schaffte Abhilfe und informierte zumindest über die Grundlagen. mehr lesen / lire plus

MAY DAY MAYDAY: US-Gewerkschaften im Umbruch

Angesichts des Mitgliederschwunds versuchen die „labor unions“, wie auch die Demokratische Partei, sozial schwache Gruppen wie Afro-Amerikaner und Latinos zu mobilisieren. Das geht nicht ohne interne Konflikte.

Rap vs. YRB – Die AktivistInnen des „Retail Action Project“ feiern ihren Sieg über die Handelskette „Yellow Rat Bastard“.

Die US-Gewerkschaften befinden sich im Umbruch. Alte Organisationsstrukturen und politische Strategien müssen erneuert werden, so die Ansicht, die sich in den vergangenen Jahren durchgesetzt hat. In der Tat sind die Zahlen alarmierend: Vertraten die „labor unions“ in den 50er Jahren immerhin noch 30 Prozent der Belegschaften, so liegt dieser Anteil in der Privatindustrie mittlerweile bei 8 Prozent – ein historischer Tiefstand. mehr lesen / lire plus

LEIHARBEIT: Prekäre Zeiten

Die Nachfrage nach Leiharbeitern steigt auch in Luxemburg weiter an. Zwar ist die Zeitarbeit hierzulande durch Mindestlohn und Kollektivverträge einigermaßen abgesichert, dennoch spiegelt sich darin die europaweite Tendenz zur zwangs-flexibilisierten Lohnabhängigkeit.

Nicht nur bei der Arbeit auf dem Bau überdurchschnittlich gefährdet: 2004 hatte laut der Gewerbeaufsicht jeder vierte Leiharbeiter einen Arbeitsunfall.

Zu Besuch bei Veteranen: Manpower – Pionier der Leiharbeit in Luxemburg. Seit 1965 ist das global agierende Unternehmen hierzulande aktiv. Unscheinbar der Eingang zum Büro der Hauptverwaltung fürs Großherzogtum in der rue de Strasbourg. Freundlich der Empfang durch Yann Le Jaudet, Directeur des opérations bei dem Branchenriesen.

Anheuern und weitervermitteln ? mehr lesen / lire plus

CITOYENNETÉ: La patrie, c’est là où l’on est bien

La nationalité est-elle la condition sine qua non de la citoyenneté ? Suite à un débat organisé par les « Humanités associées », le woxx reproduit quelques réflexions sur les concepts liés à l’Etat-nation et sur l’alternative du cosmopolitisme.

Le projet de loi « sur la nationalité luxembourgeoise » ayant été avisé par le Conseil d’Etat, l’annonce du gouvernement d’introduire le modèle de la double nationalité devient enfin concrète. Ce qui étonne dans les différentes prises de positions sur l’intégration des allochtones, c’est que des alternatives à ce modèle n’aient jamais été sérieusement prises en compte. Certes, le fait qu’actuellement, plus d’un tiers de la population en âge de voter est exclu du droit de vote au niveau national, est régulièrement évoqué. mehr lesen / lire plus

IMMIGRATION: Rédemption militante

Ce dimanche, Acácio Pinheiro, vice-président de la Confédération des communautés portugaises au Luxembourg, participe à une conférence à la Fête des migrations, ensemble avec Miguel Portas, député européen. Le woxx retrace la vie de cet ancien voyageur devenu militant.

« Il reste toujours des choses pour lesquelles il faut lutter. Baisser les bras, c’est un peu comme mourir. »
Acácio Pinheiro, militant syndical, associatif et politique, n’est pas un résigné.

Acácio Pinheiro a longtemps traîné avec lui une mauvaise conscience. « Je le reconnais, je n’ai pas honte de le dire, j’étais assez proche du régime, inconsciemment », dit-il. Acácio est né en 1951 dans une famille de paysans du centre-nord du Portugal, dans un petit village « anonyme », comme il dit. mehr lesen / lire plus

PSYCHIATRIE: Markt und Therapie

Seit Anfang des Jahres haben auch psychisch Kranke bei der ATP die Möglichkeit, einen Arbeitsvertrag zu bekommen. Welche Konsequenzen diese positive Bewilligung hat, ist jedoch ungewiss.

Im „Éilenger KonschtWierk“ werden von psychisch Kranken Flyer, Kalender oder sonstige Grafikentwürfe für Kunden hergestellt.

„Ich begrüße die neue Situation, dass nun auch psychisch Kranke in unseren therapeutischen Werkstätten Arbeitsverträge bekommen können“, so Sandrine Bem, Chargée de direction der „Association d’aide par le travail thérapeutique pour personnes psychotiques“ (ATP). Seit Anfang des Jahres werden die ersten Arbeitsverträge ausgestellt, was bedeutet, dass jene, die von ihrer Konstitution her in Frage kommen, ein Gehalt erhalten und sozialversichert sind. mehr lesen / lire plus

EUTHANASIE: Ceci est mon corps ! / An die Lebenden

Les membres de la rédaction du woxx ne sont pas toujours d’accord sur tout. C’est l’occasion d’en débattre publiquement. Cette semaine, c’est l’euthanasie qui divise. Pour ou contre ?

Ceci est mon corps !  

David Wagner 

 

L’euthanasie engendre la peur de l’eugénisme ou d’abus économiques. Ces angoisses plus ou moins justifiées obnubilent pourtant la liberté individuelle de choisir dignement sa fin de vie. 

« Mon corps m’appartient ». A juste titre, ce slogan a accompagné toute une génération de militantes en faveur de l’avortement. Concernant la question de la légalisation de l’euthanasie ou du suicide assisté, il est pourtant étonnant que la question du droit à disposer de son corps – et donc de sa vie – soit moins évidente, surtout dans le camp des progressistes, qu’elle ne l’est pour l’avortement. mehr lesen / lire plus

BESTATTUNGEN: Die letzte Reise

Lange war die Einäscherung ein Tabu in Luxemburg. Mittlerweile entscheidet sich mehr als ein Drittel der Bevölkerung für diese Bestattungsform.

Cognac für den Verstorbenen oder doch eher für die Hinterbliebenen?

„Dies ist ein Ort des Friedens und der Besinnung“, heißt es auf dem Hinweisschild vor einem schmalen Weg, der in eine überschaubare Parkanlage führt. Gleich hinter aufgeschütteten Erdhügeln befindet sich ein kleiner Tümpel, dessen Ufer komplett von abgestellten frischen Blumengestecken umrahmt ist. Und was wie Schnee aussieht auf der dahinter liegenden, kurz geschnittenen Rasenfläche – ist Asche.

Hier in Hamm befindet sich das einzige Krematorium des Landes und, daran angrenzend, eine „Streuwiese“, deren es allerdings mehrere in Luxemburg gibt. mehr lesen / lire plus

DROGEN: Ein Leben vor der Abstinenz

Zwei Jahrzehnte brauchte die Politik von der Erkenntnis, dass Sucht eine Krankheit ist, bis zur Schaffung von Fixerstuben. Die Forderung nach legalem Heroin für Süchtige ist ebenso alt.

Toxikomane als verelendete Junkies: ein Bild, das sich durch die kontrollierte Heroinabgabe ändern könnte.

„Mir sinn zudéifst iwwerzeegt, dass mir d`Substitutiounsprogrammer kënne besser organiséieren an dass mat der Aféierung vun der Heroinsubstitutioun de Besoin fir Bas-seuil-Strukture wäert erofgoen.“ Wir, das sind weder die Grünen, noch die LSAP. Der Ausspruch, der am 10. Oktober von der Tribüne des Parlaments herunter zu hören war, stammt von der CSV-Abgeordneten Martine Stein-Mergen, im Nebenberuf Ärztin. Die CSV, so darf man die Aussage verstehen, steht für kontrollierte Heroinabgabe an Schwerstabhängige. mehr lesen / lire plus

ÉTUDIANTS AFRICAINS: Etudier à Lilliput

Depuis 2002, les étudiant-e-s africain-e-s ont leur propre organisation sur le site de l’Université du Luxembourg. Des relations nord-sud à leur situation au Luxembourg, ils ont beaucoup à dire.

Membres du Comité des étudiants africains du Luxembourg. De gauche à droite: Jean-Xavier Manga, Fabien Atangana, Gisèle Dakeu et Ghislaine Ndeutchi.

« Oh, ça c’est une question que l’on m’a souvent posée ! », lance spontanément Ghislaine Ndeutchi, étudiante camerounaise de 24 ans en Master d’informatique à l’Université du Luxembourg (UDL). Mais comment éviter cette question : vivant sur un autre continent, comment peut-on en venir à choisir le Luxembourg, petit pays parfois même méconnu des voisins directs, comme lieu d’études ? mehr lesen / lire plus

SPIELSUCHT: Rien ne va plus

Auf über 4.000 wird hierzulande die Zahl der Menschen geschätzt, die spielsüchtig sind. Das Problem wird dennoch kaum wahrgenommen, Spiel-Junkies haben nur wenig Anlaufstellen. Ein Gespräch mit Betroffenen.

„Faites vos jeux“: Wenn die Kugel in die Rille fällt, geht nichts mehr. Spieler, die in die Suchtspirale geraten, spielen so lange, bis sie verlieren. (Fotos: stoneflower/jasonwell)

„Am Höhepunkt meiner Sucht war ich 300 Tage im Jahr im Casino.“ Rolf (*) blickt zurück. Noch vor anderthalb Jahren drehte sich sein Leben nur um eines: Glückspiel, genauer gesagt Roulette. Das Ambiente am Spieltisch, die Adrenalinstöße beim immer höheren Setzen und die Glücksgefühle beim Gewinnen – all das hatte es ihm angetan. mehr lesen / lire plus

ÉTUDIANTS: We want you !

C’est bien connu : il n’y a pas que le boulot dans la vie. Traduisez en langage d’étudiants : il n’y a pas que les cours. Il faut aussi s’engager, militer. Tour d’horizon des possibilités au Luxembourg.

Etudiant-e-s !
Pour vous rassembler,
c’est facile !
C’est indiqué.
(photo: woxx)

Y a-t-il une vie à côté des études universitaires ? Depuis quelques années, cette question a une légitimité nouvelle au Luxembourg. Car ce qui commence à sembler banal, à savoir l’existence d’une véritable université au grand-duché, ne l’est que depuis peu. Mais qui dit université, dit vie étudiante – et cette vie dépasse souvent le cadre des cours magistraux et travaux dirigés. mehr lesen / lire plus