75 Jahre Atomwaffen (1): Seit jenem Sommer

Niemand wird Atomwaffen einsetzen. Wer an dieser tröstlichen Illusion festhalten will, sollte sich nicht mit der Geschichte dieser Waffen beschäftigen – und besser nicht weiterlesen.

Atombombentest 1951. US Army; Alexander McCaughey; PD

Vor 75 Jahren wurden im US-Bundesstaat New Mexico die letzten Vorbereitungen getroffen für ein Ereignis, das Geschichte schreiben sollte. Nach dem erfolgreichen Trinity-Test am 16. Juli 1945 würde dem Abwurf von Atombomben auf japanische Städte nichts mehr im Wege stehen. Dies war der Beginn des Atomzeitalters, das bis heute andauert – auch wenn die Erinnerung an das Geschehen von 1945 etwas verblasst ist.

„Seit August 1945 wurde keine Nuklearwaffe mehr eingesetzt. mehr lesen / lire plus

Le woxx de demain #7 : digitalisation accélérée

La crise de la Covid-19 a conduit à une digitalisation accélérée dans de nombreux domaines, notamment celui de la presse. Au woxx, nous considérons cela comme une chance, tout en en mesurant les risques.

Recevoir notre bulletin email permet d’accéder aux articles en un clic dès le jeudi soir. (woxx-telexx)

À partir du 1er janvier 2021, le « Journal » ne sera plus un « vrai » journal. En effet, ce quotidien de tendance libérale, qui a contribué pendant 72 ans au pluralisme de la presse écrite luxembourgeoise, a décidé de sauter le pas et de se limiter à son édition en ligne (voir woxx 1585). mehr lesen / lire plus

Gewinnen Sie einen Igel-Killer-Roboter!

Im Rahmen der Foire agricole verlosen „De Verband“ und RTL einen Mähroboter. Dass diese Geräte alles andere als ein Segen für die Umwelt sind, wird nicht thematisiert.

Dem Igel zuliebe – am besten keine Mähroboter! (Mouvement écologique)

Um eines der als Igelkiller verschrieenen Geräte zu gewinnen, muss man sich online bei der Sendung „Viva la vida“ (sic) einschreiben oder am Freitagmorgen RTL hören. Das verloste Modell Automower 315X vun Husqvarna „mäht komplizierte Rasenflächen bis zu 1.600 m², bewältigt enge Passagen und Steigungen bis zu 40% und nimmt dabei auch hartes Terrain in Angriff“. Hierfür ist es unter anderem mit einem GPS ausgestattet, das sowohl der Navigation als auch dem Diebstahlschutz dient. mehr lesen / lire plus

Militärsatellit: Minister lügen nicht

Aufgeklärt ist die Affäre um den Aufklärungssatelliten Eosys immer noch nicht. Nach François Bausch hat Étienne Schneider den Abgeordneten seine Version der Geschichte dargelegt.

Der ist harmlos! Satelliten-Panorama in der Cité de l’espace in Toulouse.
(Galeria del Ministerio de Defensa de Perú; CC BY 2.0)

Kein Rechenfehler, sondern ein Missverständnis: Das ist die Erklärung, die Étienne Schneider am Montag der Budgetkontrollkommission der Chamber für die Kostenexplosion beim Aufklärungssatelliten Eosys lieferte. Ende März war bekannt geworden, dass für das unter Schneider beschlossene Satellitenprojekt ein zusätzliches Budget von 180 Millionen Euro fällig werde. Schneiders Nachfolger im Armeeministerium, François Bausch, hatte eine Studie erstellen lassen, die ergab, dass das Projekt nicht ohne massive Aufstockung der Mittel realisierbar sei, dass aber bei einem Ausstieg ein großer Teil der bereits bewilligten 170 Millionen verloren ginge (woxx 1581: „François Bausch et le satellite maudit“). mehr lesen / lire plus

Ein Virus im Armeeministerium?

Die Satelliten-Affäre hat zwei Politiker ins Rampenlicht gestellt, deren Verhalten bizarr erscheint. Doch es gibt eine einfache Erklärung für den Eiertanz von Schneider und Bausch.

Corona-Satellit – der US-Aufklärungssatellit KH-4B aus den 1960er Jahren hieß wirklich so. (Wikimedia ; PD-USGov)

Keine Sorge, es geht nicht um die Covid-19-Pandemie, sondern um eine neuartige Krankheit, von der bereits zwei aufeinanderfolgende Minister betroffen sind. Dass sich ihre Symptome ähneln, lässt darauf schließen, dass der Erreger in der Chefetage des Armeeministeriums grassiert. Insofern die Landesverteidigung betroffen ist, gilt natürlich höchste Geheimhaltungsstufe, doch die woxx hat den Namen des Erregers in Erfahrung gebracht: Es handelt sich, vermuten die Expert*innen, um das Naivo-Virus. mehr lesen / lire plus

Présidence européenne : Ce que l’Allemagne concocte

Alors que l’Union européenne fait face à la pandémie et à ses conséquences économiques, c’est l’Allemagne qui prend la présidence tournante. Analyse du programme des six mois à venir.

Avec Merkel, ça marche. L’Allemagne prend la présidence de l’UE pour six mois.
 (Photo : Flickr ; EPP ; CC BY 2.0)

Faut-il la redouter ou s’en réjouir ? La présidence allemande pouvait paraître, il y a six mois, comme une occasion de pousser plus loin l’UE sur la voie des « finances saines » et des réformes libérales. Mais depuis, l’Europe a subi les ravages sanitaires et économiques et Angela Merkel a choisi de se joindre à Emmanuel Macron pour proposer une approche keynésienne de la sortie de crise (online-woxx : « Eurobonds: Nein, ja, nein!  mehr lesen / lire plus

Geht Nachhaltigkeit ohne Virus?

Die Menschheit hat sich nachhaltiger verhalten in den vergangenen Monaten, doch aus recht unerfreulichen Gründen. Was sind die Chancen für eine ökologische Wende?

Die erste Hälfte des Omega ist klar erkennbar. (Geplante und realisierte Reduktion der Emissionen, Statec)

Die Konjunkturkurven in Krisenzeiten werden von den Expert*innen nach den Buchstaben benannt, deren Form sie gleichen (siehe woxx 1586: „Was tun?“). Für Optimist*innen gibt es die V-Kurve , für Pessimist*innen die L-Kurve. Auch andere Kurven erinnern an Buchstaben, so die der CO2-Emissionen in der jüngsten „Note de conjoncture“ des Statec. Der jeweilige Rückgang durch die Krisen von 2008 und 2020, gefolgt von einem Wiederanstieg, zeichnet ein kleingeschriebenes griechisches Omega (ω). mehr lesen / lire plus

Wirtschaftskrise: Und in Luxemburg?

Die Vorschläge des französischen Magazins „Alternatives économiques“ (woxx 1586: „Was tun?“) lassen sich nur zum Teil auf Luxemburg übertragen. Dennoch können sie die Diskussion hierzulande bereichern.

www.fondation-idea.lu

Immerhin: Bei drei von acht Lösungen, die das Magazin untersucht hat, geht es um Steuern. Ein Thema, bei dem das „kleine“ Luxemburg gegenüber den „großen“ Kapitalmärkten keine „gefährlichen Alleingänge“ wagen kann, wie hiesige Politiker*innen immer wieder betonen. In Wirklichkeit hat das Großherzogtum jahrzehntelang „ungefährliche“, höchst profitable Alleingänge betrieben und als „paradis fiscal“ die Steuerpolitik der europäischen Partnerstaaten sabotiert. In der Covid-19-Krise war Luxemburg auf die Solidarität der Nachbarländer angewiesen. Es wäre schockierend – und unklug –, jetzt zu versuchen, mit Alleingängen von anstehenden Maßnahmen im Ausland zu profitieren. mehr lesen / lire plus

Wirtschaftskrise: Was tun?

Nach dem Lockdown zurück in die Normalität? Was menschlich nur zum Teil funktioniert, ist wirtschaftlich eine Unmöglichkeit. Einschätzungen und Lösungsansätze für die kommende Krise.

Das französische Wirtschaftsmagazin „Alternatives économiques“ hat den Auswegen aus der Krise ein Dossier gewidmet (auch online zu lesen, unter www.alternatives-economiques.fr, mit Paywall).

Wie auf der Achterbahn: Man stürzt tief hinunter, und dann geht’s ebenso steil wieder hoch – eigentlich war der Sturz nur ein Anlaufnehmen. So sieht jedenfalls der Statec die wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Epidemie. Laut dem Konjunkturbericht vom 11. Juni soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dieses Jahr um 6 Prozent zurückgehen, um im kommenden Jahr wieder um 7 Prozent zu steigen. mehr lesen / lire plus

Klimaschutz und Naturschutz: it’s complicated!

Ein Drittel der CO2-Emissionen des Vereinigten Königreichs könnten von Naturräumen absorbiert werden, falls diese wiederhergestellt würden. Dies geht laut Guardian aus einem Bericht der NGO „Wildlife Trusts“ hervor, einem britischen Netz von Stiftungen, die sich dem Naturschutz widmen. Ob Feuchtgebiete, Grasland oder Wälder, die Biotope funktionieren als Kohlenstoffsenken, sind aber durch die Naturzerstörung und die Intensivierung der Landwirtschaft beschädigt. Eine Wiederherstellung würde auch dem Rückgang der Wildtierbestände entgegenwirken. Angesichts der doppelten ökologischen Krise durch Klimawandel und Massenaussterben ist die Möglichkeit, mit einem Maßnahmentyp auf beide einzuwirken, begrüßenswert. Dieses Klimaschutzpotenzial ist sicher nicht eins zu eins auf Luxemburg übertragbar, wo es wohl weniger außerordentliche Lebensräume gibt. mehr lesen / lire plus

Épidémie des mésanges : pic dépassé

« natur & ëmwelt » vient de publier une mise à jour de l’évolution de l’épidémie qui a frappé les mésanges bleues. La maladie ressemble à la Covid-19, en ce qu’elle se transmet par aérosols et qu’elle entraîne des pneumonies, mais elle est due à une bactérie et non à un virus. Heureusement, le pic de l’épidémie a été atteint à la mi-avril, c’est ce qu’indiquent les signalements recueillis par « natur & ëmwelt ». L’ONG a reçu 228 signalements de bénévoles qui lui permettent d’affirmer qu’il n’y avait pas de hotspot au Luxembourg et que, depuis fin mai, l’épidémie s’est éteinte. mehr lesen / lire plus

Friddensmarsch am Samstag in Esch

Warum der Ostermarsch jetzt erst stattfindet und welche friedenspolitische Forderungen dabei erhoben werden.

Aus dem verfrühten Ostermarsch ist ein verspäteter Pfingst-Piquet geworden. Corona-bedingt mussten die Friddens- a Solidaritéitsplattform (FSPL) und der OGBL die für den 28. März geplante Demo absagen. Als neues Datum war der 20. Juni angekündigt worden – eine gute Wahl, denn mittlerweile erlaubt die Regierung ausdrücklich wieder größere Menschenansammlungen.

Man werde sich auf „eine Demo ohne Umzug“ beschränken, teilen FSPL und OGBL in einer Pressemitteilung mit. Veranstaltungsort ist der Platz vor dem Stadthaus in Esch, das Motto lautet: „Brécke baue fir Fridden a Gerechtegkeet“. Die Teilnemher*innen müssen dabei Masken tragen und die Sicherheitsdistanz einhalten. mehr lesen / lire plus

Deuxième vague à Pékin : ce que l’on sait

Plus d’une centaine de cas nouveaux de Covid-19 à Pékin, des mesures drastiques ont été prises. Pourquoi il faut s’inquiéter, sans toutefois paniquer.

Temple du Ciel, Pékin. (Wikimedia ; Edward Stojakovic ; CC BY-SA 2.0)

Plus de 50 jours sans infection locale : la ville de Pékin pouvait espérer qu’elle avait laissé la Covid-19 derrière elle. Il n’en a rien été. Depuis jeudi dernier, plus d’une centaine d’infections ont été détectées chez des personnes qui ne s’étaient pas déplacées hors de l’agglomération. L’origine de cette amorce de deuxième vague a été rapidement déterminée : le marché de gros de Xinfadi, le plus important de la région. mehr lesen / lire plus

La Chine contre la Covid-19… et le reste du monde

La Chine se bat contre une nouvelle flambée de l’épidémie. Mais doit-elle aussi se battre contre le monde entier à coups de propagande nationaliste ?

globaltimes.cn

« Une fois de plus, la Chine et les États-Unis répondent différemment face à l’épidémie », affirme un édito dans le « Global Times », journal ultranationaliste proche du gouvernement chinois. « Pékin a agi promptement. Même s’il y a seulement quelques douzaines de cas nouveaux par jour, Pékin a tenu compte des risques de propagation du virus et tenté de l’endiguer avant que cela n’arrive. Pékin et la société chinoise sont confiants que la capitale ne deviendra pas un deuxième Wuhan.  mehr lesen / lire plus

Satellites grand-ducaux : N’en lancez plus !

L’affaire du satellite d’observation interpelle sur des décisions passées. Elle devrait aussi conduire à s’interroger sur les décisions à venir.

USAF; Lt Col Leslie Pratt; PD

Une « erreur de calcul » de près de 200 millions d’euros… à qui la faute ? Dans l’affaire du surcoût du satellite d’observation militaire, Étienne Schneider, ses fonctionnaires et les député-e-s se renvoient la responsabilité. C’est qu’en 2018, lors du vote à la Chambre, il était possible de savoir que le satellite coûterait deux fois plus que le chiffre inscrit dans le projet de loi. Qui savait, qui s’est tu, qui a menti ? mehr lesen / lire plus

COP26: Doch noch im November… 2021

Die nächste Klimakonferenz findet viel später statt als geplant. Erklärungen und Ausblick auf die Folgen.

„Keep your promises!“ Mini-Eiffelturm bei der COP21 in Paris. (Foto : lm)

Schon wieder verschoben! Die Klimakonferenz COP26, ursprünglich für November 2020 in Glasgow vorgesehen, war im April angesichts der Covid-19-Epidemie abgesagt worden (online-woxx: COP26 aufgeschoben, Klimaschutz nicht aufgehoben?). Ein neues Datum vor März 2021 sollte eigentlich kurzfristig festgelegt werden. Fast zwei Monate danach hat das UN-Klimasekretariat am 28. Mai nun den Vorschlag der britischen Regierung angenommen: Die COP26 wird vom 1. bis zum 12. November in Glasgow stattfinden (Guardian-Artikel).

Damit ist die wichtigste Klimakonferenz seit Paris 2013 um ein volles Jahr verschoben worden. mehr lesen / lire plus

Chou très vert et vert chou

Les Verts mettent le paquet du côté des mesures en faveur de l’habitat vert. Mais laissent sur le vert des intentions plus ambitieuses.

www.emwelt.lu

La relance au Luxembourg sera verte, et elle se fera par tranches. C’est du moins ce qu’on retient de la conférence de presse de Carole Dieschbourg et Claude Turmes du 28 mai. La ministre de l’Environnement et le ministre de l’Énergie ont présenté les mesures groupées sous le nom de « Clever Wunnen » (habiter malin). Elles concernent la rénovation énergétique dans le secteur du bâtiment et constituent la première partie d’un programme d’aides financières baptisé « Gréng Relance ». mehr lesen / lire plus

Philharmonie-Programm 2020/21: Das Ohr wässrig gemacht

Ein Streifzug durch das jetzt vorliegende Programm der Philharmonie für die neue Saison – subjektiv und provisorisch.

Highlight der Barockmusik: John Eliot Gardiner wird die Johannespassion dirigieren.            Foto: Steve J Shermann

Zu Pfingsten statt zu Ostern ist das Philharmonie-Programm für die kommende Saison 2020/2021 in den Redaktionen eingetroffen. Die schlechte Nachricht als erstes: Die vier aufeinanderfolgenden Beethoven-Konzerte mit allen neun Sinfonien, für diesen April geplant und wegen Covid-19 abgesagt, werden nicht nachgeholt. Das Beethoven-Jubiläumsjahr, offiziell bis 2021 verlängert, spiegelt sich trotzdem im Programm wieder: Zahlreiche Werke des Komponisten der „Wiener Klassik“ werden aufgeführt. Darunter auch, zum Trost, zwei Integralen: Die Klavierkonzerte mit Krystian Zimerman und dem OPL unter Gustavo Gimeno sowie die Violinsonaten mit Frank Peter Zimmermann und Martin Helmchen. mehr lesen / lire plus

EU-Kommission: nicht geizig, aber…

Auf den ersten Blick ist der Kommissionsvorschlag großzügiger als der Macron-Merkel-Plan. Doch eine nähere Analyse offenbart zahlreiche Schwächen.

(©Wikipedia_User Avid)

Eurobonds in Höhe von 750 Milliarden. Das schreibt die Zeitschrift „Alternatives économiques“ in ihrer Analyse des Vorschlags der EU-Kommission für ein wirtschaftliches Hilfspaket. Zur Erinnerung: Wir hatten den Rückgriff auf gemeinschaftliche Anleihen im Kontext der Folgen der Pandemie nicht als Euro- sondern als Coronabonds bezeichnet, weil es sich nicht um einen in normalen Zeiten als keynesianische Maßnahme einsetzbaren Mechanismus handelt („Eurobonds: nein, ja, nein!“).

„Alternatives économiques“ erinnert daran, dass das Hilfspaket im Rahmen des EU-Budgets abgewickelt wird, weil die Zeit zu knapp erschien, sich auf eine legale Basis für neue Finanzierungsmaßnahmen zu einigen. mehr lesen / lire plus

Die woxx von morgen #1: Woher wir kommen

Digitalisierung, ein Modewort. Doch für unser Projekt war sie von Anfang an Teil des Selbstverständnisses – nicht zuletzt, um die knappen Finanzmittel optimal einzusetzen.

Bierdeckel-Kampagne zum woxx-Launch im Jahr 2000.

Man schrieb das Jahr null. Besser gesagt: ’00. Oder auch: 2000. Es war jedenfalls das Jahr Null der woxx, ein Neuanfang für die Zeitung, die bis dahin unter dem Namen „Grénge Spoun“ erschienen war. Zusätzlich zur Namensänderung wurde die Webseite woxx.lu in Betrieb genommen. Online-woxxlesen ging eigentlich nur auf dem PC, es gab noch keine Tablets und das einzige Smartphone-Modells hatte einen Mini-Schirm und keine Touch-Bedienung. Und dennoch war es der Anfang unseres Online-Abenteuers. mehr lesen / lire plus